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Klein, stark, schwarz - Im Test Robbe Nine Eagles EC145 „Black“ FTR im Maßstab 1:28

von Marcus Frohberg vom 22. März 2014
Artikel-ID: Robbe-Test-0012 Rubrik: Helikopter
Hersteller: robbe Modellsport GmbH & Co.KG

Robbe hat auf der diesjährigen Messe in Nürnberg einige sehr schöne Scale Helikopter von Nine Eagles vorgestellt. Im Maßstab 1:28 hat die EC 145 FTR eine schöne Größe und ist in zwei Lackierungsvarianten verfügbar. Marcus Frohberg hat sich die Black Version dieses Modells des modernen Helikopter Musters angeschaut.

Die kleine Solo Pro Nine Eagles EC 145 Black ist ein wahres Prachtstück und eine Augenweide für jeden Scale Helikopter Fan. Die hübsche Außenhaut besteht aus einem gezogenen Kunststoffkleid das relativ robust ist und eine schöne Oberfläche besitzt. Robbe hat bei der EC 145 wirklich an alles gedacht. Alle Antennen sind bei der kleinen EC 145 genauso vorhanden wie beim Original. Selbst an die Frontscheibenwischer wurde gedacht. Die Nieten, die am ganzen Rumpf angeformt sind, fallen ebenso positiv auf wie eine standesgemäße Beleuchtung.
Bei der Beleuchtung hat sich Robbe natürlich etwas Cleveres einfallen lassen. Für die Beleuchtung der abnehmbaren vorderen  Kanzel muss kein separates Kabel via Steckverbindung angeschlossen werden, sondern die Verbindung wird über eine automatische Steckverbindung sichergestellt – sehr durchdacht.
Wenn die Kanzel aufgeschoben wird, erfolgt der Anschluss der Beleuchtung direkt beim Aufschieben. Scale Helikopter stehen in dem Ruf zwar hübsch auszusehen, aber in den Flugeigenschaften etwas zickig zu sein, zumal der Robbe Nine Eagles EC 145 Helikopter über einen Vierblattrotor verfügt.Die Nine Eagles EC 145 Black wird in der Version FTR RTB angeboten. Da ich einen Futaba T6J Sender  besitze, kann ich das Modell problemlos direkt mit dem Sender binden. Alle Futaba Sender, die das S-FHSS Protokoll unterstützen, können direkt an die EC 145 gebunden werden. Wer keinen passenden Sender besitzt kann das Nine Eagles General Link Modul verwenden, das an nahezu alle am Markt befindlichen Sender angeschlossen werden kann.
Der Nine Eagles besitzt jeweils einen Brushless Hauptmotor und einen Brushless Heckmotor. Der Hauptmotor und der Heckmotor haben je einen externen diskreten Regler mit einer Leistung von 20 A, bzw. 5 A für den Heckmotor. Die Regler selber werden dann direkt von der FBL Elektronik angesteuert.

Senderprogrammierung

Die Anleitung beschreibt den Programmiervorgang sehr exakt, sodass keine Fragen offen bleiben. Vom auspacken des Nine Eagles EC 145 bis  zum Erstflug vergeht daher kaum mehr Zeit als der 3s 800 mAh Akku zum Laden benötigt. Das in dem Paket befindliche Ladegerät ist wirklich einfach zu bedienen. Das Stecker Netzteil wird einfach mit dem Ladegerät verbunden und dann wird das Balancer-Kabel des Akkus eingesteckt. Die Ladezeit des Akkus beträgt ca. 1 Stunde.
Nachdem der Flugakku vollständig geladen ist, wird er unten in den dafür vorgesehenen Akkuschacht eingeschoben. Das Binden und die Einstellungen der Pitch und Gaskurve sind eine Kleinigkeit. Den Sender einschalten und den Knopf am Empfänger bzw. am Dreiachs-Kreiselsystem 3 Sekunden lang gedrückt und der Bindevorgang läuft. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Abstand zwischen Sender und Empfänger nicht mehr als 10 cm beträgt. Ansonsten könnte es sein, dass der Bindevorgang nicht erfolgreich ist.

Ist das Binden des Empfängers erfolgreich abgeschlossen, geht es an die Einstellungen der EC 145. Die Einstellungen für die Pitch- und Gaskurve sollte mit der notwendigen Sorgfalt erfolgen. In der Anleitung der EC 145 gibt es Beispieleinstellungen. Die Einstellungen habe ich erst einmal laut Anleitung verwendet und habe meinen Sender entsprechend programmiert.Wie üblich verwendet man für den EC 145 zwei Flugphasen. Die erste Flugphase ist für den Normalflug vorgesehen und hat eine lineare Gaskurve. Die zweite Flugphase hat eine Gaskurve für 3D Flug. Da die EC 145 ein reiner Scale Helikopter ist, verwende ich eigentlich nur die Flugphase für den Normalflug, auch wenn der Heli mehr kann als nur einfachen Rundflug. Aber auch im Flugmode „Idle up“ mit V-Gaskurve und entsprechender Pitchkurve fliegt sich die EC 145 ausgezeichnet.Theoretisch könnte man den Helikopter auch in die Hand nehmen und mit laufendem Rotor die Einstellung testen. Aber auch wenn die EC 145 nur ein relativ kleiner Helikopter ist, so kann der drehende Hauptrotor doch ernsthafte Verletzungen verursachen. Ich rate daher dringend davon ab den Helikopter mit laufendem Motor in der Hand zu halten. Auf diese Art des Testens kann man auch gut verzichten, denn die Einstellwerte aus der Anleitung passen prima.Die Kreiselempfindlichkeit habe ich als erstes einmal auf -40% eingestellt.
Der Motoranlauf  des Hauptmotors ist ausgesprochen sanft. Sehr schön dreht der Hauptmotor hoch und beschleunigt langsam den Hauptrotor ohne das Modell durchzuschütteln.  Diese Eigenschaft kenne ich sonst nur von Reglern größere Modelle.
Die Gaskurve des Senders im Flugmode „normal“ ist ziemlich linear eingestellt, so dass die Drehzahl immer mehr zunimmt je mehr ich den Pitchhebel nach vorne drücke.
Die Pitchkurve  habe ich mit einer einfachen Pitchwaage eingestellt.  Die Kurve ist an meinem Sender so justiert, dass ich genau in der Mitte des Pitchweges 0 Grad an den der Hauptrotorblätter habe. Das heißt, dass die EC145 knapp nach der Mitte des Pitchweges langsam abhebt.
Da nun die EC 145 schon komplett eingestellt ist, könnte es doch eigentlich gleich zum Erstflug gehen…..nur das Wetter will sich nicht an meinen Zeitplan halten. 

Flugerprobung

Da es leider das Wetter nicht zuließ, dass ich draußen im Freien  fliegen konnte, ging es noch am selben Abend in die Halle. Die Größe der EC 145 erlaubt den flexiblen Einsatz Indoor und bei ruhigen Bedingungen auch im Freien.Die kleine Solo Pro 229 EC145 Black erweckte allein durch die Tolle Optik für ordentliches aufsehen bei den Flugkollegen. Die EC 145 ging durch einige Hände, bevor ich sie startklar machen konnte. Die übliche Startprozedur mit Sender einschalten, Akku in den Akkuschacht einlegen und anschließen und die Initialisierung abwarten dauert nur wenige Sekunden. Die Taumelscheibe zuckt kurz und zeigt somit an, dass der Heli zum Start bereit ist. Allerdings prüfe ich noch den Schwerpunkt, bevor es losgeht.  Um den Schwerpunkt einzuhalten muss der Akku komplett eingeschoben sein.  Die Messung des Schwerpunktes muss mit aufgesetzter Kabinenhaube erfolgen. Ein fehlerhafter Schwerpunkt führt dazu, dass der Heli ohne Steuereingabe driftet.Der Start der Nine Eagles EC 145 ist vollkommen unspektakulär. Mit steigender Drehzahl und zunehmenden Pitch hebt der Heli sanft und langsam ab.  Ich bringe die EC 145 erst mal auf Augenhöhe, und lasse sie erst einmal im Schwebeflug vor mir in der Luft stehen. Sanft wie ein Lamm und unspektakulär, ja fast stoisch schwebt das Modell vor mir.
Das Stabilisierungs-System arbeitet hervorragend und vermittelt von Anfang an ein sehr sicheres und vertrautes Gefühl. Die Einstellung für die Kreiselempfindlichkeit passt auf Anhieb.

Die EC 145 liegt wie das sprichwörtliche  Brett in der Luft. Da wackelt oder zappelt nichts. Nicht nur das Schweben funktioniert ausgezeichnet, auch Rundflug gelingt auf Anhieb. Sehr sicher und präzise hängt das Modell an den Steuerknüppeln.Ich bin von den Flugeigenschaften  der EC 145 wirklich sehr positiv überrascht. Das hatte ich dem kleinen Scale Heli auf Anhieb gar nicht zugetraut.Vom Langsamflug bis hin zur etwas schnelleren Gangart macht die EC 145 eine gute Figur und fliegt wie auf Schienen. Nach gut 5 Minuten war leider schon der Akku am Ende seiner Kapazität angelangt. Sobald man merkt, dass die Motorleistung nachlässt, sollte man schon möglichst schnell die EC 145 zum Landeplatz bringen, ansonsten wird der Akku beschädigt. Ich hab mir also einen Timer am Sender programmiert um die maximale Flugzeit nicht zu überschreiten und die Restkapazität des Akkus immer auf der sicheren Seite zu haben.Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit der EC 145 zu fliegen. Das Modell ist nicht nur von der Optik her ein toller Scale-Helikopter, sondern sie lässt sich auch genauso fliegen. Ich hatte das Glück schon einige Helikopter in dieser Größe fliegen zu dürfen, aber die Solo Pro 229 EC 145 Black ist eines der besten Modelle in dieser Größe, das ich bis dato an den Knüppeln hatte.

Der Praxistest im Freien

Nach dem Hallenflug wollte ich natürlich die EC 145 auch im Freien testen. Nach einigen Tagen besserte sich das Wetter zusehends und es hörte endlich auf zu regnen. Zudem war es dann auch fast windstill.  Also ab ins Freie, Sender einschalten, Akku rein- und die Kanzel aufschieben und ab geht’s in die Luft. Selbst bei leichtem Wind bleibt die EC 145 immer ihrer Spur treu, und gehorcht auf alle Steuerbefehle ohne sich aufzubäumen, auch in den Kurven zeigt sie keinerlei Unarten, kein abtauchen oder extremes wegkippen. Zu windige Bedingungen mag sie aber aufgrund des recht großen Rumpfes nicht. Hier hat der Wind dann einfach zu viel Angriffsfläche. Die Größe des Modells erlaubt auch schon etwas großräumigere Rundflüge und nicht nur ein hin und her in 10 Meter Entfernung.

Fazit

Robbe /Nine Eagles hat mit dem Solo Pro 229 EC 145 Black einen ausgesprochen schönen Scale Helikopter auf die Beine gestellt. Erstaunlich sind die ausgesprochen guten und harmlosen Flugeigenschaften die von jedem Piloten beherrschbar sind der schon einmal einen CP Heli geflogen hat. Optik und Flugeigenschaften sind hervorragend. Flugerfahrungen mit Helikoptern sollte man auf jeden Fall haben. Die Verarbeitung des Rumpfes und der Anbauteile sind für diese Helikopter Größe und diesem Preis unschlagbar.

-> Link zum Nine Eagles Solo Pro EC145 Black auf der Seite von Robbe Modellsport

 

Technische Daten:

Länge:  ca. 430 mm
Höhe: ca. 150 mm
Heckrotordurchmesser: ca. 92 mm
Abfluggewicht: ca. 462 g
Hauptrotordurchmesser: ca.396 mm

RC-Funktionen


  • Nick
  • Roll
  • Pitch
  • Heck
  • Motordrehzahl


  •  

       

     

    .

    Lieferumfang:

    • Fein detaillierter Scale-Helikopter komplett montiert und flugfertig eingestellt
    • Mehrfarbiger, detaillierter Scale-Rumpf mit zahlreichen Anbauteilen
    • 4-Blatt Rotorkopf
    • Brushless-Motoren für Haupt- und Heckrotor
    • LiPo-Akku 11,1 V 800 mAh 25C
    • Dreiachs-Kreiselsystem mit integriertem FUTABA S-FHSS Empfängersystem
    • 3x 8G-Digitalservos
    • Ersatz-Heckrotorblatt
    • 1,5 mm Sechskantschlüssel
    • Ladegerät mit Stecker Netzteil
    • Bedienungsanleitung

     



     

     

     

     

    Wo kaufen?


    Bezug: Fachhandel
    Preis: 249,90 Euro (UVP)

     

     

     

    Gut

    + Preis/Leistung
    + Verarbeitung
    + Flugeigenschaften
    + Optik
    + Anleitung
    + Günstige Ersatzteile

    Weniger gut

    -nichts negatives gefunden

     

    Kontaktdaten des Herstellers:

    robbe Modellsport
    Metzloser Straße 38
    36355 Grebenhain
    Telefon: +496644/870
    Fax: +496644/7412
    Email: office@robbe.com
    Internet: http://www.robbe.com

     

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