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Modellbeleuchtung mal anders - Test Franzis Know-how-Paket Beleuchtungsset für RC-Flugmodelle

von Marcus Frohberg vom 5. August 2013
Artikel-ID: Francis-Test-0001 Rubrik: Magazin

Modellbeleuchtungsmodule für Flugmodelle gibt es zuhauf auf dem Markt. Aber wie funktionieren solche Module? Der Franzis Verlag hat in seiner Reihe „Know-how Paket Beleuchtungsset für RC-Flugmodelle“ ein Lernpaket auf den Markt  gebracht, an dessen Ende eine voll funktionsfähige Beleuchtungsanlage für Flugmodelle entsteht. Unser Autor Marcus Frohberg hat das Paket ausprobiert.

Fertige Elektronikmodule für Flugmodelle kaufen kann doch jeder, oder?

Bis dato habe ich das auch immer so gemacht, da meine Fachkenntnisse im Bereich der Elektrotechnik wirklich sehr begrenzt sind. Gerade um diesen doch niedrigen Wissenstand aufzubessern, habe ich den Versuch gewagt und mir das Know-how-Paket Beleuchtungsset von Franzis bestellt. Der Preis von 49 € für ein Beleuchtungsset ist zwar gegenüber dem eines fertig bestückten Beleuchtungsset etwas höher, aber wie gesagt: Mir geht es um mehr als nur das reine Modul.

Franzis wirbt auf dem Karton mit dem Slogan “ohne Vorkenntnisse einsetzbar“ und ich bin gespannt ob das auch wirklich so ist.
Als Erstes habe ich mir die Stückliste zur Hand genommen und kontrolliert ob der Baukasten komplett ist. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass die mitgelieferten Kabel eindeutig zu kurz sind um damit ein Flugmodell zu verkabeln. Nur knapp einen Meter Kabellitze sind im Lieferumfang enthalten und reichen maximal für einen Probeaufbau.

Wie bereits erwähnt, habe ich nur sehr wenig Ahnung von der Elektrotechnik. Also mache ich mir erst mal einen Kaffee und nehme die Montageanleitung zur Hand. Die Anleitung ist wirklich gut und beschreibt nicht nur den Aufbau des Moduls, sondern vermittelt darüber hinaus noch Fachwissen rund um die Technik – genau das habe ich gesucht. Es werden wirklich alle Bauteile so erklärt, sodass es durchaus auch ein Laie versteht.

Ich erfahre wie eine Leuchtdiode aufgebaut ist und wie diese funktioniert und dass ich an eine Leuchtdiode die Versorgungsspannung an den Pluspol (Anode) und den Minuspol an die Kathode anschließen muss. Aber wo ist Plus und wo ist Minus bei der Leuchtdiode? All das wird sehr anschaulich erklärt. Wer die Anleitung genau liest bevor  er anfängt wird beim Löten sicher zum Erfolg kommen.

In dem Handbuch befindet sich auch eine Tabelle, wo zu erkennen ist, welcher Widerstand wie viel Ohm hat. Die Widerstände haben verschiedenfarbige Ringe aufgedruckt. Die Größe des Widerstands bestimmt die Helligkeit der Leuchtdiode bei einer bestimmten Betriebsspannung. Auch dieses Wissen ist von Vorteil, wenn ich festlegen möchte wo und wie hell die Leuchtdiode leuchten soll.
Um sicherzustellen, dass ich nicht mit den vielen Bauteilen durcheinander komme, habe ich alles mit Tesafilm auf ein Blatt Papier geklebt und beschriftet. Für Anfänger, wie ich es bin, macht dies  durchaus Sinn.

Jetzt fühle ich mich gut vorbereitet und mache mich ans Werk. Also Lötkolben einschalten und los geht’s: Der Anleitung ist ebenfalls zu entnehmen, dass die Lötarbeiten an den Bauteilen nicht mit zu hoher Temperatur erfolgen sollten. Ein 30 Watt Lötkolben reicht vollkommen aus.
Die kleinen SMDs und der Chip sind schon werkseitig aufgelötet, diese Arbeiten wären für einen Anfänger ohne entsprechendes Werkzeug nicht zu bewerkstelligen. Das Layout der Platine ist wirklich clever. Die Lötstellen der Pluspole für die Kabel befinden sich alle auf der Oberseite und die der Minuspole auf der Unterseite. Das verhindert Verwechselungen und Fehler. Die Lötpunkte auf der Platine sind so groß, dass ich ohne Probleme alles auf der Platine verlöten kann ohne versehentlich einen Kurzschluss zu produzieren. Dennoch ist die gesamte Platine nur ca. 4 x 4 cm groß und kann problemlos später in einem Modell untergebracht werden.
Auf der Platine ist alles sehr genau beschriftet. Fehler kann man eigentlich nicht machen. Von L1 bis L7 werden die Leuchtdioden angeschlossen. Jeder L-Port hat eine eigene Funktion für die Beleuchtung. L1 bis L4 sind für die Positionslampen -  rot und grün sind für die Tragflächen, L4 rot für den Rumpf sprich dauerleuchten, L5 Strobe 1 Einzelblitz, L6 Strobe 2 Doppelblitz und L7 Landescheinwerfer.