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Chefsache! – Test E-Segler Griffon Thermal Soarer von Modellstudio CZ

von Jörg Kukla vom 29. Juni 2013
Artikel-ID: Mod CZ-Test-001 Rubrik: Flächenmodelle

Auf den ersten Blick ist die Firma „Modellstudio CZ“ ein Hersteller wie viele andere auch. Wer genauer hinsieht erfährt: Hier werden vom Rumpf bis hin zu Zubehörteilen diverse deutsche Firmen beliefert, die sich getrost als Traditionsmarken bezeichnen dürfen. Jörg Kukla hat aus der Werkstatt des tschechischen Herstellers den Elektro Segler Griffon Thermal Soarer angesehen und Probe geflogen.

´Bei den Eigenprodukten von „Modellstudio CZ“ stellen riesige Oldtimer wie eine Tigermoth und ein DFS Habicht die Speerspitze dar. Der Firmeninhaber Vavra, ist  selbst ein passionierter Modellflieger und geht bei der Entwicklung neuer Produkte im Bereich „Alltags-tauglich“ gerne seinen eigenen Weg und hebt sich von der Masse anderer Fertigprodukte ab.
Ganz neu und noch nicht auf der Homepage des Herstellers gelistet, ist in dieser Klasse der Griffon in ARF Bauweise. Selbst der endgültige Verkaufspreis ist noch nicht bekannt, kann aber auf Anfrage per Mail in Erfahrung gebracht werden.
Ein Thermiksegler mit Elektroantrieb und seinen 2,8m Spannweite bietet einen guten Kompromiss aus Transportfreundlichkeit und guter Sichtbarkeit am Fliegerhimmel. Die farblich abgesetzten Außenflächen sind sehr schön gemacht und erleichtern die Lagerkennung, gerade in etwas größerer Höhe. Dank der eleganten Flügelgeometrie und der edlen Kabinenhaube wird der Griffon vollends zu Hingucker. Die Vorfertigung ist vollständig, alle Zubehörteile sind enthalten. Hier wird nicht in das Regal mit der Nummer 0/8/15 gegriffen. Hier wird angefertigt und auf das Modell abgestimmt. Alle Zubehörteile können ohne Wenn und Aber verwendet werden!
Der Aufbau des gesamten Modells erfolgt laut Anleitung. Diese ist entsprechend ausführlich und stellt mich vor keinerlei Probleme. Das Ergebnis überzeugt. Die Halter der Querruderservos sind ein kleines Kunstwerk und passen perfekt, alle Gestänge besitzen bereits die richtige Länge. Hinter jedem Kunststoffgewinde sitz eine Sicherungsmutter, das Servobrett ist auf gedoppelt. Hier waren Praktiker am Werk, die wissen wie guter Modellbau funktioniert - Hut ab!
Es müssen somit nur die Flächen Außenteile verklebt werden. Dafür soll laut Anleitung soll Uhu Hart zum Einsatz kommen. So ist es geschehen und diese Klebemethode hat sich absolut bewährt und ist sehr stabil.
Als Antrieb kommt meine „Allzweckwaffe“ zum Einsatz für diese Modellgröße. Der bewährte AXI 2826/12 Gold mit 760 U/KV für drei Zellen Lipo. Dieser Antrieb ist kräftig und passt ideal in den Rumpf. Die Belüftung erfolgt über einen „Turbospinner“. Die Komponenten werden beim Einsatz als Aufstieghilfe nicht heiß.

Beim  testweisen  Aufbau des Modelles auf dem heimischen Wohnzimmertisch, während die Gattin im Urlaub weilte, fällt wiederholt die elegante Geometrie auf. Ich bin schon sehr gespannt was von der ausgefeilten Geometrie später in gute Flugeigenschaften umgesetzt werden kann!