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Speed Spaß – Im Test der Reely Speedy von Conrad Electronic

von RC-Modellscout vom 25. Mai 2018
Artikel-ID: Conrad-Test-0007 Rubrik: Flächenmodelle

Hotliner und geschäumte Bauweise passen eigentlich nicht wirklich zusammen. Dennoch will der Reely Speedy genau diese beiden Dinge miteinander verbinden. Darum waren wir sehr gespannt auf den kleinen und zudem noch extrem preiswerten Speedy von Reely. Zudem ist das Modell auch noch erstaunlich preiswert. Genügend Gründe also für uns das Modell einmal genauer zu betrachten.

 

 

Wenn ich PNP Flugmodelle zu einem Preis von unter 100 Euro sehe, dann ist das meist Kinderspielzeug von begrenzter Qualität. Insofern war ich überrascht, als ich auf der Internetseite von Conrad den Speed fand, der dort zu einen UVP von 159 Euro angeboten wird, aber dauerhaft auf 79,00 Euro reduziert ist.
Dabei handelt es sich um die PNP Version, die also alle Servos und den Antrieb beinhaltet. Das Ganze dann nicht nur als einfacher Segler, sondern als Hotliner mit einer Spannweite von 1525 mm ausgelegt. An diese Modellkategorie werden ja Natur bedingt noch höhere Stabilitätsanforderungen gestellt, als an ein einfaches Segelflugmodell.

Aber schauen wir uns das Modell und sein Konzept genauer an. Der Speedy ist ein Modell in geschäumter Bauweise. Das Höhenruder ist als Pendelleitwerk ausgelegt und die Querruder erstrecken sich quasi über die gesamte Länge der Tragflächen. Entgegen den meisten anderen Hotlinern hat der Speedy ein angelenktes Seitenruder. Das Anlenkservo für das Höhenruder sitzt weit hinten im Rumpf und ermöglicht so eine sehr spielfreie Anlenkung. Ebenso ist auch das Seitenruderservo am Rumpfende montiert und benötigt nur wenige Zentimeter Anlenkgestänge. Auch hier ergibt sich daraus eine kurze und sehr stabile Anlenkung, was insbesondere für Speed Modelle und hohe Geschwindigkeiten wichtig ist. Die Querruder sind für einen Hotliner recht groß und vor allem lang ausgefallen. Sie erstrecken sich quasi über die gesamte Flächenlänge und brauchen daher nur geringe Ausschläge bei höheren Geschwindigkeiten. Die Verwindungssteifigkeit der Querruder wird durch eingelegte CFK Stäbe sichergestellt, was der Ruderpräzision natürlich zugutekommt. Das Profil der Tragflächen ist zwar typisch für einen Hotliner, aber doch nicht ganz so dünn wie man es von einer echten High-Speed Maschine her kennt. Das ist natürlich dem Material der Tragflächen geschuldet und lässt zwar auf hohe, aber nicht extreme Geschwindigkeiten des Modells schließen. Interessant ist die Option noch Landeklappen zu ergänzen, Für diesen Zweck sind in den Tragflächen innen noch je ein Servoschacht vorhanden. Um Landeklappen nachzurüsten, müssen einfach die Querruder an den vorgegebenen Stellen getrennt, die Servos und jeweils eine Anlenkung eingebaut werden. Ich nehme es aber mal vorweg, Landeklappen werden bei diesem Modell wirklich nicht benötigt. Die Mindestgeschwindigkeit des Modells ist so gering, dass Landungen kein Problem sind und der Gleitwinkel ist auch nicht so extrem, dass es problematisch ist die Landung entsprechend einzuteilen.

Um die notwendige Geschwindigkeit zu erzeugen ist der Speedy mit einem kräftigen auf 3s LiPo ausgelegten Antrieb ausgestattet. Der Motor selber ist in einer großflächigen Kunststoffschale gelagert, die quasi die gesamte Rumpfspitze umfasst und auf der Rumpfunterseite als Schutz bei der Ladung dient. In der Modellkategorie recht selten, verfügt der Speedy über eine Rauchglashaube, die den freien Blick auf den Akku und den Empfänger ermöglicht. Konzeptionell ist der Speedy also schon mal ganz gut gerüstet.

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