homeFACHMAGAZINSchöner Feierabendflieger – Im Test die FMS Roc Hobby Falcon von Staufenbiel

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Schöner Feierabendflieger – Im Test die FMS Roc Hobby Falcon von Staufenbiel

von Marcus Frohberg vom 30. Mai 2017
Artikel-ID: Staufenbiel-Test-018 Rubrik: Flächenmodelle

Wir Modellbauer haben ja immer gerne ein Modell im Hangar das sich zu einem kurzen Feierabendflug eignet. Kurze Aufbauzeit, geringe Transportabmessungen und genügsame Flugeigenschaften sind dann gefordert. Ein Kandidat aus dieser Modellgruppe ist die Roc Hobby Falcon von Staufenbiel. Wir haben das Modell aufgebaut und geflogen und wollten wissen, ob es den Ansprüchen als Feierabendmodell gerecht werden kann.

Für den Feierabendbetrieb, und häufige Transporte in einem Auto sind geschäumte Modelle wie gemacht. Robust, leicht und einfach zu reparieren sind hier die wichtigsten Attribute. Die Falcon von Staufenbiel passt exakt in dieses Beuteschema und bei den langen Sommerabenden war es genau das Modell, das ich für eine schnelle Runde gesucht habe. Neben der klassischen Ruderanordnung von Höhen-, Seiten- und Querruder verfügt die Falcon auch noch über ein elektrisches Einziehfahrwerk. Bei einem Preis von 209 Euro (UVP) liegen die Kosten für das Receiver Ready Modell auf einen erfreulich niedrigem Nveau. Wie gewohnt, wurde das Modell innerhalb von zwei Tagen von Staufenbiel an meine Adresse geliefert. Die Falcon ist erwartungsgemäß sehr gut in Ihrem Karton verpackt und gegen Transportschäden gesichert. Die Überprüfung auf Beschädigungen und Vollständigkeit verlief dann auch ohne Beanstandungen. Keine Druckstellen auf den geschäumten Bauteilen oder gar Knicke oder Brüche.

Ein kurzer Blick in die Bauanleitung bestätigt die Aussage aus der Werbeanzeige - Montagezeit in ca. 10 Minuten.

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Bei der Montage wird mit dem Höhenleitwerk begonnen. Das Höhenleitwerk wird ganz einfach hinten am Rumpf aufgesetzt und mit einer M3 x 40 mm Schraube von unten am Rumpf festgeschraubt. Beim Anziehen der Schrauben ist wie immer darauf zu achten, dass man diese nicht überdreht, da sich sonst das Gewinde im Kunststoff verabschiedet. Dies wäre ärgerlich. Weiter geht es jetzt mit der Montage des Seitenleitwerkes. Die Servokabelverlängerung für das Seitenleitwerk ist bereits von Werk aus im Rumpf eingezogen worden. Das Servo des Seitenleitwerkes kann nun mit der Servokabelverlängerung verbunden werden. Hierbei darauf achten, dass das Kabel richtig herum eingesteckt wird. Das Seitenleitwerk kann jetzt mit ein wenig Druck oben in den Rumpf eingesteckt werden. Das Seitenleitwerk wird mittels zweier M3 x 45 mm von unten am Rumpf gesichert. Soweit sind wir schon mal fertig mit dem Heck des Falcon. Die Gabelköpfe zur Anlenkung des Seiten- und Höhenleitwerkes lassen wir in diesen Moment mal außer Acht, die werden später angeschlossen und eingestellt, wenn wir alle Servos auf Nullstellung gebracht haben.

Montage der Tragfläche

Auch bei der Montage der Tragfläche, ist der Bauaufwand sehr gering. Die mitgelieferte Flächensteckung wir in eine der beiden Tragflächenhälften eingeschoben. Die Flächensteckung passt perfekt in die Tragfläche hinein. Nun kann die zweite Tragflächenhälfte auf die Flächensteckung aufgeschoben und die beiden Tragflächenhälften an einander geschoben werden. Was mir sehr positiv auffällt ist die Tatsache, dass sich im montierten Zustand kein großartiger Schlitz zwischen den beiden Tragflächenhälften befindet. Das sieht rein optisch einfach besser aus und zeugt von einer guten Fertigungsqualität. Der Rumpf des Falcon kann nun herumgedreht werden, also so dass die Rumpfunterseite nach oben zeigt. Wenn man einen Modellständer hat, sollte man diesen nutzen. Das vereinfacht die Montage der Tragfläche deutlich. Die Kabel der Querruder können jetzt unten durch den Rumpf eingefädelt werden. Auch hier zeigt sich die gute Konstruktion des gesamten Modells, da es absolut kein unnötiges, lästiges Gefummel gibt um die Kabel durchzuführen. Die Öffnung im Rumpf ist sehr großzügig ausgelegt. Die Tragfläche wird dann in die perfekt passende Aussparung im Rumpf eingelegt. Zu Sicherung wird die Fläche mit den vier beiliegenden M3 x 30 mm Schrauben am Rumpf befestigt. Auch hier wieder darauf achten, dass man die Schrauben nicht mit aller Gewalt festzieht und die Gewinde ruiniert oder die Schraube in die Oberfläche eindrückt. Soweit sind wir auch schon mit dem Zusammenbau des Falcon fertig. Der Bauaufwand ist bis hier hin absolut selbsterklärend und ließ auch keinerlei Fragen offen. Als letztes montieren wir noch den 3-Blatt Propeller. Dessen Montage ist auch überhaupt kein Problem und ist im Handumdrehen erledigt. Alle Servos, samt dem Einziehfahrwerk, können nun an den Empfänger angeschlossen werden. Im Sender wird ein neuer Modellspeicher angelegt und ein Schalter für das Einziehfahrwerk belegt. Der 3S 2200 mAh Flug-Akku kann jetzt an den Regler angeschlossen werden. Der 40 Ampere Regler quittiert seine Bereitschaft. Am besten fährt man gleich das Einziehfahrwerk aus, so kann man den Falcon schön auf die Werkbank stellen, um alle Ruder richtig einzustellen. Alle Servos werden jetzt auf Mittelstellung gebracht. Die Rudergestänge bzw. die Gabelköpfe werden auf die Richtige Länge eingestellt. Auch bei einem geschäumten Modell gilt, dass zunächst alle Ruder mechanisch so exakt wie möglich eingestellt werden und erst dann kleine Korrekturen am Sender erfolgen. Je genauer man hier arbeitet, desto weniger muss man später eventuell den Flacon nachtrimmen. Die Ruderausschläge haben wir aus der Bauanleitung übernommen. Vorab schon einmal gesagt, diese sind absolut perfekt. Dual Rate haben wir auf 100 % belassen, Expo haben wir auf alle Ruder 30 % eingestellt, um meinen persönlichen Steuergewohnheiten Rechnung zu tragen.

Der Schwerpunkt

Laut Bauanleitung liegt der Schwerpunkt bei 80-85 mm gemessen von der Vorderkante der Tragfläche nach hinten. Wir haben bei unserem Falcon den Schwerpunkt auf 85 mm eingestellt. Das Einstellen des Schwerpunktes ist dank des großzügigen Akkuschachtes überhaupt kein Problem. Selbst, wenn man einen 3S 2400 mAh Flug-Akku nimmt, ist noch reichlich Platz vorhanden um den Akku in die richtige Position zu schieben.

Die ersten Flüge mit dem Falcon

Da wir ja nun offensichtlich endlich Sommer haben, stand einem Erstflug an diesem Tage nichts im Wege. Der Bau des Falcon samt der mechanischen Einstellung und Programmierung im Sender, war in gut 10 Minuten ganz locker erledigt.

Am Flugfeld ist daher die Montage auch in wenigen Minuten erledigt und vom Eintreffen auf dem Platz bis zu einem potentiellen Start vergehen keine fünf Minuten. Der Sender wird eingeschaltet und der 3S 2200 mAh wird in den Falcon eingelegt. Das elektrische Fahrwerk wird ausgefahren. Nur hier ist ein wenig darauf zu achten, dass man das Fahrwerk nicht beschädigt in dem man das Modell auf den Bauch legt und versehentlich die Räder ausfährt. Mit gut Halbgas lassen wir den Falcon über die Graspiste fahren. Sofort fällt mir das nach meiner Meinung etwas zu weich gefederte Bugfahrwerk auf. Das Bugfahrwerk taucht schon im Stand sichtlich weit ein. Bei einer größeren Bodenwelle und bei etwas höherem Gras kann der Propeller am Boden hängen bleiben. Bei Bedarf kann man am Bugfahrwerk die Zugfeder einfach gegen eine Härtere austauschen. Aber nun lange genug geredet, der Falcon wird mit gut Halbgas beschleunigt, ein leichtes ziehen am Höhenruder lässt den Falcon auch schon ganz sanft abheben. Schon kurz nach dem Start merkte ich sofort, dass ein nachtrimmen nicht von Nöten ist. Das Fahrwerk wird nun eingefahren und wir flogen als erstes ein paar schöne große Platzrunden. Der Falcon lässt sich so einfach fliegen wie ein Trainer. Selbst klassischer Kunstflug ist möglich. Das komplette Setup vom Falcon ist absolut passend zum Modell. Selbst eng geflogene Kurven macht der Falcon ohne Probleme mit. Auch im langsam Flug macht das Modell keinerlei Probleme und war stets sehr gut beherrschbar. Ein erzwungener Strömungsabriss stellt auch unerfahrene Piloten vor kein extremes Problem, da das Modell einfach die Nase runternimmt um wieder Fahrt aufzunehmen. Nach gut sieben Minuten hole ich die Falcon zur Landung rein. Mit etwas mehr als Schleppgas, geht es Richtung Landebahn und das Fahrwerk wird ausgefahren.

Bei gut vier Metern Höhe, wird das Gas ein wenig reduziert und der Falcon nimmt ein wenig an Höhenmetern ab. Kurz vor dem aufsetzten wird ein wenig am Höhenruder gezogen und der Falcon setzt sauber auf der Landebahn auf. Unterm Strich würde ich sagen - Alles absolut Easy.

Unser Fazit

Der Falcon lässt für Einsteiger und Umsteiger keinerlei Wünsche offen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist absolut stimmig. Der Zusammenbau ist selbst von Einsteigern sehr leicht zu bewerkstelligen. Die Flugeigenschaften sind hervorragend und das Flugbild ist sehr schön anzusehen. Leider sind wir mit der etwas zu weichen Federung des Bugfahrwerks nicht ganz so zufrieden, was sich aber mit geringem Aufwand beheben lässt. Alle Bauteile passten perfekt ineinander und keinerlei Teile fehlten. Die Montageanleitung ist sehr leicht zu verstehen.

-> Link zur Staufenbiel Falcon

Technische Daten:

Spannweite: 1220 mm
Länge: 1080 mm
Motor: Brushless 3536 1250 KV
Servos: 6 x 9g
Regler: Brushless Regler 40 Amp
Luftschraube: 3 Blatt 10x6
Elektrisches, gefedertes Einziehfahrwerk
Steuerung: Motor, Quer, Höhe, Seite, Fahrwerk
Empfohlener LiPo-Akku 3S 2200-2400 mAh
Bauanleitung in Englisch
Abfluggewicht: Testmodell 1550 gram

Besonderheiten/Features:

Steuerfunktionen: Querruder/Höhenruder/Seite/Fahrwerk/Motor

Wo kaufen?

Bezug über STAUFENBIEL
Preis: 209 Euro (UVP PNP Version)

 

Gut

+ Preis/Leistung
+ Flugzeit bis zu 10 Minuten mit einem 2400 mAh 3S Akku
+ Sehr Robuste Bauweise
+ Flugbild und Flugeigenschaften

 

Weniger gut


- weiche Federung des Bugfahrwerks

 

Kontaktdaten des Herstellers:

Horizon Hobby GmbH
Hanskampring 9
22885 Barsbüttel
Telefon: 040/30061950
Email: info@modellhobby.de
Internet: http://www.modellhobby.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (6 Bewertungen)

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