homeFACHMAGAZINKlasse Speed Delta – Im Test der Staufenbiel Swift

Fachmagazin

Klasse Speed Delta – Im Test der Staufenbiel Swift

von Marcus Frohberg vom 18. Dezember 2016
Artikel-ID: Staufenbiel-Test-016 Rubrik: Flächenmodelle

Staufenbiel Modellbau stellte vor ein paar Monaten ihren neuen Swift vor. Ein Speeddelta mit einer klassischen Pusher Konfiguration. Ein kompromisslos auf Schnelligkeit ausgelegtes Modell aus EPP. Diesen kleinen Flitzer haben wir uns bestellt und haben diesen natürlich auch ausgiebig getestet.

Fliegt der Swift wirklich so schnell, wie es von Staufenbiel beworben wird?. Wir werden sehen was der Speedschaum aus dem Hause Staufenbiel zu bieten hat, den das gerade einmal 119 Euro (UVP)

Zwei Tage nach der Bestellung unseres Swifts, wurde dieser auch schon geliefert. Die schnelle Lieferung von Staufenbiel Modellbau, begeistert mich immer wieder. Egal was man bei Staufenbiel bestellt, es wird in der Regel nächsten oder spätestens nach zwei Tagen geliefert, sofern der Artikel lieferbar ist. .

Kaum ist der Swift in meinem Modellbaukeller angekommen, packt mich die Neugierde und der kleine Flitzer wird auch eingehend begutachtet. Die Swift ist wie gewohnt sehr gut verpackt zum Kunden geliefert. Was dennoch gleich auffällt, das der Karton des Swifts relativ groß ist, für ein Modell mit einer Spannweite von gerade einmal 675 mm. Aber durch die Größe des Kartons, ist aber auch gewährleistet das das Modell auch wirklich heil beim Kunden ankommt. Aber dies nur am Rande erwähnt.

Nach dem öffnen des Kartons, wird der Inhalt auf Vollständigkeit überprüft. Bei unserem Swift fehlten keinerlei Teile und das Modell war auch unbeschadet bei uns angekommen. Der Inhalt des Kartons ist sehr übersichtlich, da der Swift aus nur sehr wenigen Bauteilen besteht. Ein paar kleine Highlights sind uns aber auch gleich aufgefallen. Die Nase des Swift wird lediglich mit Magneten an ihrem Platz gehalten, die ist sehr praktisch wenn die Landung mal nicht so hundertprozentig gelingt, die Nase geht dann einfach ab und wird nicht beschädigt. Des weiteren befindet sich hinten auf der Unterseite des Rumpfes eine kleine Kunststoff-Finne, diese verhindert dass der Propeller bei der Landung beschädigt wird. Darüber hinaus verfügt der Swift auch noch über ein Bugrad, so Rollt der Swift auch schön bei der Landung über die Landebahn und brennst nicht einfach stumpf ab, so wird auch die Rumpfunterseite geschont und der Swift sieht nicht gleich nach ein paar Landungen aus als wäre er schon Jahre alt. Hier merkt man gleich, dass sich jemand Gedanken gemacht hat. Ebenfalls fallen die von oben angelenkten Tailrons auf. Diese Anlenkungsmethode verhindert eine Beschädigung der Servos bei der Landung, wenn das Modell über die Grasnabe rutscht.

Der Zusammenbau des Swiftes, sollte also in gut 10 Minuten zu schaffen sein. Den noch benötigten 3 S 2200 mAh Flugakku findet sich dank dieser Standardgröße in fast jedem Fundus eines Modellfliegers. Dennoch haben wir uns zusätzlich einen Akku bei Staufenbiel mitbestellt.

Das könnte dich auch interessieren:

6+2 - Der FUTABA T6K Handsender von Ripmax im Test
11. Mai 2017
Ripmax präsentiert mir der FUTABA T6K einen Einsteigersender mit ausgeklügelter Software. Wie gut er funktioniert wollten wir wissen    Mehr »

Der Zusammenbau des Swift

Da Werksseitig schon der Motor, Regler, und die Servos eingebaut wurden, gibt es für den Modellpiloten eigentlich nicht mehr viel zu tun. Selbst die Ruder wurden schon Werksseitig angeschlagen. Die Luftschraube samt Mitnehmer sind auch schon montiert worden. Was will man mehr.

Die Rumpfnase des Swift wird ganz einfach vorne am Rumpf aufgeschoben, bis man ein leisen Klack hört. Die beiden Leitwerke werden von oben in den Rumpf eingeschoben, der Swift wird nun herum gedreht und die beiden Leitwerke werden jeweils mit einer 2,0x8 und einer 2,3x12 mm Schraube befestigt. Die Schrauben sollte man jedoch mit Bedacht anziehen, sonst ziehen sich die Schrauben zu weit in das Material hinein. Was muss jetzt noch gemacht werden? Eigentlich nicht mehr viel, Der Motor samt des Mitnehmers wurden zwar Werksseitig schon montiert, aber dennoch sollte man bevor man das Modell in seinen Sender einprogrammiert, den Propeller aus Sicherheitsgründen wieder demontieren. Der Sender kann nun eingeschaltet werden und ein neues Modell programmiert werden. Da es sich hier um einen Delta Flieger handelt, muss im Sender ein V-Mischer, bzw. eine Tailron Konfiguration eingestellt werden, das ist bei allen modernen Computersendern kein Problem und im Prinzip schon vorbereitet.. Ist die Programmierung abgeschlossen, kann der Flug-Akku an den Regler angeschlossen werden. Der Gasknüppel sollte sich hierbei auf Nullstellung befinden. Der Regler Initialisiert ich nun. Die Gestänge der Ruder sind zwar auch schon ab Werk montiert, aber dennoch muss man diese natürlich einstellen. Die Servos sollten auf Mittenposition im Sender eingestellt. Danach werden die Gestänge Mechanisch so eingestellt, das die Ruder exakt gerade stehen. Bitte darauf achten das die Wirkrichtung der Ruder und die Drehrichtung des Motors stimmt, ansonsten gibt es beim Erstflug ein böses erwachen. Wir haben auf Quer- und Höhenruder 45 Prozent Expo eingestellt, dieser Wert scheint dem ein oder andren wohl ein wenig zu hoch, aber Erfahrungsgemäß sind solche Delta Flieger sehr direkt an den Rudern, die Dualrate haben wir auf 100 Prozent belassen. Die Einstellungen für die Ruderausschläge können ruhigen Gewissens von der Bauanleitung übernommen werden.

Stimmt nun alles, so kann der Schwerpunkt eingestellt werden. Laut Anleitung, liegt dieser zwischen 225-230 mm gemessen von der Nasenleiste direkt am Rumpf nach hinten. Ich habe den Schwerpunkt bei 225 mm eingestellt. Da genug Platz im Rumpf ist, kann der Schwerpunkt problemlos durch Verschieben des Akkus eingestellt werden. Der Flug-Akku kann nun wieder entnommen werden und die Kabinenhaube wird wieder aufgesetzt. Hier ist keinerlei Gefummel nötig, die Kabinenhaube wird einfach vorne leicht schräg in den Rumpf eigeschoben und dann hinten auf den Rumpf aufgesetzt. Die Kabinenhaube wird hinten durch einen Magneten an ihrem Platz gehalten. Die Verriegelung der Haube an der Vorderseite durch unterschieben verhindert wirkungsvoll das sich diese bei hohen Geschwindigkeiten selbstständig macht.

Da der Zusammenbau und die Einstellungen nun auch schon in Rekordzeit abgeschlossen sind, steht einem Erstflug am gleichen Tag nichts im Wege. Der Flug-Akku ist geladen, also dann gleich mal ab auf die Piste.

Der Erste Flug mit dem Swift

Am Flugplatz angekommen, haben wir auch nicht lange gefackelt und haben die Swift für den ersten Flug startklar gemacht. Der Sender wird eingeschaltet und der Flug-Akku wird eingelegt. Wir überprüfen nochmals alle Einstellungen und führten einen Reichweitentest durch.