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Libellenflug - Test und Video des FMS Red Dragon Fly von Conrad Electronic

von Marcus Frohberg vom 30. September 2014
Artikel-ID: Conrad-Test-0004 Rubrik: Flächenmodelle
Einsteiger-Modelle gibt es mittlerweile in einer fast unüberschaubaren Anzahl am Markt. Wir haben uns den FMS Red Dragonfly im Vertrieb von Conrad Electronic angesehen und die Libelle für euch steigen lassen.
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Wer im Modellbaubereich von Conrad Electronic ein wenig auf der Homepage stöbert, wird feststellen, dass Conrad Elektronic unterschiedliche Einsteiger-Flugmodelle im Programm hat. Wir haben den FMS Red Dragonfly  als RTF (Ready to Fly) Set, inklusive Sender, Akku und Ladegerät unter die Lupe genommen. Ob das aus EPP geschäumte Einsteiger-Modell von einem Anfänger wohl geflogen werden kann, ohne dass er sich beim Erstflug in den Acker bohrt?
 
Der Red Dragonfly ist in der sehr typischen Konfiguration für ein Anfängermodell aufgebaut. Hochdecker mit Brushless Schubmotor, der an der Hinterkante der Tragfläche seinen Dienst verrichtet. So wird wirkungsvoll verhindert, dass der Antrieb bei rauen Landungen Schaden nimmt. Der Aufbau ist mit wenigen Handgriffen erledigt und kann von jedem Neueinsteiger ohne Probleme bewältigt werden. Dank der sehr guten Bauanleitung bleiben beim Zusammenbau des Red Dragonfly keinerlei Fragen offen.
 
Aufbau des Red Dragonfly
 
Der erste Bauabschnitt umfasst die Montage des Höhenleitwerks und des Hecksporns. Das Höhenleitwerk wird von unten am Rumpf mit zwei 2,6 x 25mm Schrauben angeschraubt. Nach der Montage des Höhenleitwerks wird der Hecksporn von unten durch das Höhenleitwerk eingefädelt. Der Hecksporn wird von oben von einem Kunststoff-Formteil am Seitenleitwerk an seinem Platz gehalten. Das Kunststoff-Formteil wird auf dem gebogenen Teil des Hecksporns aufgeschoben und dieses wird auf dem Seitenleitwerk verklebt, hierfür eignet sich sehr gut 5 Minuten Epoxidharzkleber oder EPP Sekundenkleber. Die Ruderhörner sind werkseitig schon am Höhen- und Seitenruder montiert worden.
Zum Einfädeln der Anlenkgestänge der Leitwerke nimmt man am besten die Ruderhörner ab, diese Arbeit ist etwas fummelig und gelingt so deutlich einfacher. Da der mitgelieferte Sender kein Computersender ist und die Servomitte nicht angepasst werden kann, muss die Gestängelänge noch entsprechend justiert werden. Also Flugakku laden, die 4 Batterien in den Sender einlegen, einschalten und man kann die Gestänge für das Höhen- und Seitenruder einstellen. Am Sender muss  die Trimmung für Höhen- und Seitenruder in der Mitte stehen. Jetzt werden die Ruder so ausgerichtet, dass diese gerade stehen. Danach werden die Schrauben an den Ruderhörnern wieder festgezogen. Damit ist auch der erste Bauabschnitt abgeschlossen.
Das Fahrwerk wird einfach unten in die dafür vorgesehene Kunststofföffnung eingeklickt. Die Räder sind schon werkseitig am Fahrwerk montiert worden.
Der Antriebsmotor ist bereits betriebsfertig montiert, jedoch muss der Propeller noch montiert werden. Hierzu liegt ein entsprechender Kunststoff-Propellermitnehmer bei, der sich mit Hilfe der Spinnerschraube auf die Motorwelle klemmt. Den Spinner sollte man mit Gefühl anziehen, wer diesen zu fest zieht, wird das Gewinde auf der Motorwelle beschädigen. Hier wäre ein Klemmkonus aus Alu vielleicht die bessere Wahl gewesen. Aber die Konstruktion funktioniert.
 
Die Tragflächen sind weitgehend vorbereitet. Das mitgelieferte Y-Kabel wird an die Servos der Tragfläche angesteckt. Die Anlenkgestänge der Querruder sind schon eingefädelt. Es müssen lediglich die Gabelköpfe an den Ruderhörner eingeklipst werden. Auch hier muss natürlich wieder die richtige Gestängelänge eingestellt werden, so dass bei mittiger Trimmung alle Ruder in Neutralposition stehen. Die Tragfläche wird mittels zweier 2,6 x 30mm Schrauben an den Rumpf geschraubt. Gerade einmal 10 Minuten, abgesehen von der Ladezeit des Flugakku, und wir sind startklar.
 
Wie es sich für ein Anfängermodell gebührt, ist in der Anleitung sehr genau beschrieben in welche Richtung sich die Ruder bewegen müssen, wenn der Knüppel am Sender bewegt wird. So sollte auch der unerfahrene Pilot verhindern können, dass die Laufrichtung falsch ist. Eine einfache Servoumpolung ist am Sender per Schalter vorhanden.
 
Der angegebene Schwerpunkt liegt bei 48 mm gemessen von der Vorderkante der Tragfläche nach hinten. Beim Testmodell wurde dieser Schwerpunkt erreicht in dem der Flug-Akku sich ganz vorne im Rumpf befindet. Beim Einstellen des Schwerpunktes bitte darauf achten, dass die Kabinenhaube montiert sein muss. Nach einigen Flügen hat sich der angegebene Schwerpunkt als optimal bewiesen.
 
Das Zubehör
 
Dem Red Dragonfly liegt ein 12 Volt Lipo Ladegerät bei. Der Flug-Akku wird direkt über das Balancer-Kabel des Akkus geladen. Der Akku wird hierzu an eine geeignete 12 Volt Stromquelle, typischerweise eine Autobatterie, angeschlossen. Dann wird der Akku an den Lader angeschlossen. Ein 220 V Adapter ist leider nicht im Lieferumfang enthalten. Die Ladezeit liegt bei guten 60 Minuten. Der Akku kann aber natürlich auch an einem handelsüblichen LiPo-Lader geladen werden. Die Ladezeit ist dann entsprechend deutlich kürzer.
 

Herbstzeit ist Dragonfly Zeit
 
An einem ruhigen, sonnigen Herbsttag finden die ersten Flüge statt. Wie üblich wird vor dem Start der Sender eingeschaltet und anschließend der Flug-Akku in den Dragonfly eingelegt und angeschlossen. Die Haube wird übrigens durch zwei Kunststoffklipse an ihrem Platz gehalten. Nachdem sich der Regler initialisiert hat, kommt noch der obligatorische Reichweiten und Rudercheck.
Beim Erstflug war es ein wenig windig, also wurde der kleine Dragonfly gegen den Wind ausgerichtet.
Bei gut Halbgas hebt der Red Dragonfly mit leicht gezogenem Höhenruder auch schon ab. Die Trimmung muss nur minimal korrigiert werden und der in der Anleitung vorgegeben Schwerpunkt passt.
Der kleine Luftquirl braucht erstaunlich wenig Geschwindigkeit beim fliegen. Das Handling ist absolut gutmütig. Langsam geflogene Kurven meistert er mit Bravur. Ein Strömungsabriss lässt sich nicht wirklich provozieren. Wie es sich für ein gutes Einsteigermodell gebührt, nimmt der Red Dragonfly bei zu wenig Geschwindigkeit einfach die Nase runter um die notwendige Fahrt aufzuholen. Der Geschwindigkeitsbereich  ist erstaunlich groß. Von annähernd Schrittgeschwindigkeit bis recht flott kann der Red Dragonfly geflogen werden.  
Dank des sehr gut dimensionierten Antriebs kommt auch so schnell keine Langeweile auf und dennoch wird der Anfänger nicht überfordert. Selbst Loopings und Rollen sind mit dem Red Dragonfly sehr einfach zu fliegen und zu beherrschen. Beim Rückenflug muss allerdings deutlich Tiefenruder gedrückt werden.  Der Red Dragonfly verhält sich genau so wie ich es von einem guten Einsteigermodell erwarte.
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Aber selbst fortgeschrittene Piloten werden einen riesen Spaß mit dem kleinen Dragonfly haben. Das Modell eignet sich auch prima als Feierabendflieger, mal eben aus dem Kofferraum holen und ab geht’s.
Landen lässt sich der Red Dragonfly so einfach wie er sich auch fliegen lässt. Man kann ihn praktisch bis zur Landepiste segeln lassen und kurz vor der Landung ein wenig Gas geben. Der Red Dragonfly lässt sich von einer Graspiste genauso gut starten und landen wie auf einer Asphaltpiste. Allerdings sollte das Gras nicht zu hoch sein. Wer möchte kann das Fahrwerk demontieren und den Dragonfly auch aus der Hand starten. Das Landen ohne Fahrwerk sollte dann aber nicht auf einer Asphaltpiste erfolgen um den Rumpf nicht zu zerkratzen. Insgesamt ist das Modell eine robuste Konstruktion, die einiges wegstecken kann. Selbst kleinere Flugunfälle verlaufen meist glimpflich, wie sie beim Einsteiger hin und wieder vorkommen.
 
Mein Fazit
 
Der kleine Red Dragonfly ist ein sehr gut konzeptioniertes Einsteigermodell mit Spaßpotential.
Die Flugeigenschaften sind absolut gutmütig. Anfänger werden hier schnell zu einem Erfolgserlebnis kommen und lange Spaß haben.
Selbst wenn einmal ein Start oder eine Landung nicht so gut gelingt, dank des robusten Materials steckt der Red Dragonfly so einiges weg. Bei den Testflügen war es nicht möglich den Dragonfly zum Strömungsabriss zu bewegen. Flugzeiten bis zu 10 Minuten sind durchaus möglich.
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Technische Daten:

Spannweite: 900 mmLä
nge: 760 mm
Steuerung: Motor,Quer, Höhe. Seite

Ausstattung:

11,4V 1300mAh 20C LiPo-Flugakku
12 Volt Balancer-Ladegerät
4x 9g ServoBrushless-Regler 12A
2,4 GHz Fernsteueranlage (Mode 2)

 

 

Wo kaufen?

UVP € 129,00
Conrad Electronic

 

 

 

Gut

+ Sehr gute Bauanleitung in Schrift und Bild
+ Angegebener Schwerpunkt passt
+ Ohne Einschränkungen absolut anfängerfreundlich
+ Spaßfaktor
+ Preis/Leistung
+ Sehr gute Langsamflugeigenschaften

 

Weniger gut

-Kein 220 V Adapter für das Ladegerät

Kontaktdaten Hersteller:

Conrad Electronic SE
Klaus-Conrad-Str. 1
92240 Hirschau
Telefon: 0180/5312111

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (9 Bewertungen)

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