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Ein Hauch von Freiheit: Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER als ARF-Holzbausatz mit Brushless-Motor

von Markus Kocher vom 5. März 2012
Artikel-ID: 20120305-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Optisch gehört die neue STOLP STARLET von GRAUPNER sicherlich zu den außergewöhnlichsten Großmodellen auf dem Markt. Sie zeigt leichte Züge eines Klassikers, gleichwohl das Design des Hochdeckers super modern, sportlich und vor allen Dingen einzigartig ist. Wir haben das außergewöhnliche Modell getestet und berichten über Aufbau und Flugeigenschaften.


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Vorbild der STOLP STARLET von GRAUPNER (http://www.graupner.de) ist tatsächlich ein manntragendes Original aus den USA. Gebaut wurde das einsitzige Flugzeug ab den frühen 1970er-Jahren und gilt heute als Vorläufer moderner UL-Flugzeuge. Trotzdem: Viel Erfolg hatte die STOLP STARLET damals nicht und heute findet man, selbst im Internet, nur noch wenige Spuren dieses einzigartigen Flugzeugs.

Ein Hauch von Freiheit: Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER als ARF-Holzbausatz mit Brushless-MotorDer originalgetreue Nachbau von GRAUPNER als attraktives Modellflugzeug mit einer Spannweite von über 2.400 Millimetern, hat deutlich mehr Potential zum Erfolg. Denn der Hersteller spricht aufgrund der Bauart und den unterschiedlichen Antriebsmöglichkeiten nicht nur den Experten unter den Modellpiloten an. Rumpf, Tragflächen und Leitwerke sind in klassischer ARF-Holzkonstruktion aufgebaut und bereits mit Folie wirklich hochwertig bespannt. Der gesamte Lieferumfang des Modells überzeugt durch hohe Qualität und überaus fortgeschrittenem Vorfertigungsgrad. Als Antriebsempfehlung bietet der Hersteller zum einen eine zeitgemäße Brushless-Lösung an, zum anderen kann aber auch ein klassischer OS GT 33 verbaut werden. Bei meinem Testmodell habe ich mich für ein Antriebs-Setup mit einem robbe ROXXY Brushless-Motor, einem Graupner Drehzahlregler, einer 22x10er-Luftschraube und einem 10S Lipo-Akku, der aus zwei einzelnen 5S Lipo-Akkus zusammengesteckt wird. Das dafür benötige Zubehör, wie Akkurutsche oder Distanzstücke zur Montage des Motors, liegt dem Bausatz der STARLET mit bei.

Alle Teile der STOLP STARLET sind qualitativ sehr hochwertig. Sehr außergewöhnlich für diesen Preis: Tragflächen, Höhenleitwerk und Seitenleitwerk sind in Flächentaschen verpackt, die auch später beim Transport die Bespannung des Modellflugzeugs schützen. Der Lieferumfang ist mit vielen Kleinteilen für Fahrwerk, Ruderanlenkungen und Flächenbefestigungen sehr üppig, aber leider nicht in einzelne Baugruppen sortiert, so dass die Zuordnung von Schrauben oder Ähnlichem teilweise schwer fällt.

Der Rumpf der STOLP STARLET erinnert mit etwas Phantasie in seiner Form fast an einen Klassiker aus dem ersten Weltkrieg und könnte auch gut zu einem Doppeldecker passen. Er ist weitestgehend aufgebaut und äußerst akkurat mit Folie überzogen. Die lasergeschnittenen Spanten sind exakt verarbeitet und ebenfalls akkurat verklebt. Auch die Tragflächen und die Leitwerke sind äußerst hochwertig verarbeitet und alle Ruder sind mittels Stiftscharnier bereits sehr leichtgängig angeschlagen. Die große und sehr sauber lackierte GFK-Motorhaube liegt extra verpackt und gut geschützt im Baukasten.

Einen etwas lieblosen Eindruck auf mich macht die Bauanleitung. Sie ist einfach nur schwarz/weiss kopiert und zu einem dicken Stapel an Information in mehreren Sprachen zusammengeheftet. Ohne Frage, sie erfüllt zweifelslos ihren Zweck und jeder einzelne Bauabschnitt wird exakt beschrieben. Doch etwas mehr Farbe in der Anleitung würde - zumindest bei mir - mehr Emotionen wecken und meine Vorfreude auf den Erstflug mit diesem außergewöhnlichen Modell noch mehr anheizen.

 

Das A und O: Die richtige Komponentenwahl

Bei der Zusammenstellung aller Komponenten habe ich mich aus dem Angebot insgesamt dreier Hersteller bedient und nur hochwertige Produkte verbaut. Der Brushless-Motor, ein ROXXY Bl Outrunner D63-72 Air mit 200 kV kommt von robbe Modellsport, der benötigte Drehzahlregler COMPACT CONTROL 80HV kommt von GRAUPNER. Die fünf Digital-Servos DES 708 BB mit Metallgetriebe kommen ebenfalls von GRAUPNER und entsprechen der Zubehörempfehlung des Herstellers. Als externes BEC kommt ein ALIGN K10382A mit 6A zum Einsatz, das ich noch in meinem Fundus hatte und für dieses Modell vollkommen ausreichend ist. Mit Luftschraube, Spinner und diversen Kleinteilen wie Servokabelverlängerungen und einigen Stecker, komme ich in Summe auf einen Gesamtwert aller RC-Komponenten von ca. 650 Euro - ohne Akkus!

Ein Hauch von Freiheit: Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER als ARF-Holzbausatz mit Brushless-MotorBeim Aufbau des Modells halte ich mich exakt an die Anleitung des Herstellers und beginne mit dem Einbau der vier Servos für Querruder und Höhenruder. Zum Verlängern der Servoleitungen habe ich bewusst auf ein gestecktes System mit vor konfektionierten Kabeln verzichtet. Stattdessen habe ich die jeweils exakt benötigte Länge genau vermessen und mit einem Verlängerungskabel verlötet. Wer das Modell oft im Auto zum Flugplatz fährt und somit die Tragflächen entfernen muss, dem empfehle ich die Zuleitungen zu den Querrudern steckbar zu gestalten. Entweder man verwendet hier einfache Servostecker und sichert diese mit Klebeband oder greift auf die weitverbreitete Lösung mit MPX-Steckern zurück. Die Servos selbst werden direkt an die Servoabdeckungen verschraubt. Dazu sind die Abdeckungen auf der Innenseite mit kleinen Holzblöcken versehen, zwischen die die Servos perfekt einpassen. Die Zuleitung wird dann mit Hilfe einer vom Hersteller bereits verlegten Schnur durch die Fläche gezogen. Jede Servo-Einheit - egal ob Querruder oder Höhenruder - wird anschließend mittels vier Schrauben bündig mit der Unterseite der Fläche verschraubt. Zum Schluss schaut nur der Abtriebshebel des Servos aus der Fläche, in den das Gestänge eingehängt wird. Zuvor werden die GFK-Ruderhörner in die Ruder mit Epoxi eingeklebt.

Dank kleiner leichter Gewindestangen in Verbindung mit effizienten Sicherungsgabeln als Anlenkung - beides übrigens aus Metall - kann das jeweilige Ruder Millimetergenau exakt auf Mittelstellung eingestellt werden. Ein Tropfen LOCTITE sichert die Kontermutter vor ungewolltem Lösen.

Für die Montage des Hauptfahrwerks ist im Rumpf zum größten Teil durch typische Einschlagmuttern alles vorbereitet. Das Fahrwerk der STOLP STARLET ist ein selbsttragendes, zweigeteiltes Alufahrwerk, das nur aufgrund zusätzlicher Fahrwerksverstrebungen durch weitere Zugfedern seine Stabilität erhält. Die grossen Radschuhe bestehen aus GFK und werden, bevor das jeweilige Rad eingesetzt werden kann, mit einem Dremel nach Anleitung bearbeitet. Mittels vier Innensechskant-Schrauben und einer Zugfederhalterung wird anschließend das Fahrwerk am Rumpf befestigt.

 

Schau dir jetzt unser Video zu diesem Modell an:

 

Das Seitenruder der STOLP STARLET wird modelltypisch über ein Seilzugsystem angelenkt. Dabei erfolgt die Mitnahme des Spornrades über zwei Zugfedern, die am Ruderhorn des Seitenruders eingehängt werden. Das zur Anlenkung notwendige Servo findet im Rumpf vorne seinen Platz. Ähnlich wie bei den Ruderanlenkungen für Quer- und Höhenruder, kommen auch hier schraubbare Gabelköpfe zum Einsatz, über die die Spannung des Seilzuges jederzeit nachgeregelt werden kann. Durch einen stabilen Bügel aus Aluminium ist das Spornrad durch zwei Schrauben mit dem Rumpf verbunden.

Das Fahrwerk weißt typisch für die STOLP STARLET eine ganz bestimmte Design-Charakteristik auf und macht einen sehr stabilen und wertigen Eindruck, wenn gleich die Festigkeit des verwendeten Aluminiums nicht mit einem GFK-Fahrwerk zu vergleichen ist.

Die Tragflächen des Modells bestehen aus zwei - genauer eigentlich aus drei Teilen und können für den Transport zum Modellflugplatz ohne großen Aufwand durch ein pfiffiges Haltesystem vom übrigen Modell getrennt werden. In der Mitte der Fläche wird fest mit dem Rumpf über fünf Schrauben und einem Trägergestell aus Aluminium ein Baldachin befestigt, der das Flächenmittelstück trägt. An diesem werden links und rechts mittels Aluminiumrohr zur Stabilisierung der Fläche beide Flächenhälften aufgeschoben und anschließend mit einem Bolzen-System, ähnlich wie man es aus der Möbelbranche kennt, zusammengezogen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das ich bei Modellen dieser Größe bisher nicht gesehen habe. Beim Zusammenbau laut Anleitung kommen hier keine Fragen auf. Alle Teile passen nahezu perfekt zu einander, lediglich die rechte Tragfläche zeigt zum Tragflächenmittelstück einen unschönen jedoch unwesentlichen Spalt von knapp einem Millimeter, der die Flugeigenschaften des Hochdeckers bei weitem nicht beeinflussen wird.

Ein Hauch von Freiheit: Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER als ARF-Holzbausatz mit Brushless-MotorJeweils zwei Flächenverstrebungen aus Holz werden von jeder Rumpfunterseite zur Tragfläche verspannt. Diese sind jedoch eher kosmetischer Natur und führen nur wenig zur tatsächlichen Stabilität der Fläche bei.

Die STOLP STARLET 2400 ist für den Einbau eines Verbrenners wie auch für den Einbau eines modernen E-Motors gerüstet. Dass beide Antriebsarten auf Seiten des Herstellers die gleiche wichtige Bedeutung erfahren, fällt sofort bei der Konstruktion des Rumpfes auf: Dort wo bei der Verbrenner-Version normalerweise der Tank sitzt, wird bei der E-Version die Akkurutsche platziert. Das System ist also wirklich von Grund auf für beide Antriebsarten perfekt ausgelegt und so legt GRAUPNER alle benötigten Komponenten - egal ob Verbrenner oder E-Antrieb - bei. Für die von mir gewählte Ausführung als E-Variante werden längere Aluminium-Distanzbuchsen, Schrauben und ein separater Motorspant benötigt, die ich aus einem separaten Beutel entnehme. Leider schweigt sich die Anleitung über Motorsturz und Seitenzug komplett aus. Auch gibt es keinerlei Tipps, wie Seitenzug und Sturz eigentlich zu Stande kommen. Nehme ich Unterlegscheiben oder kürze ich die Distanzbuchsen auf die entsprechend richtige Länge? Ich habe mich erstmal für Unterlegscheiben entschieden und musste später trotzdem die Distanzbuchsen um einige Millimeter kürzen, da der grosse Brushless-Motor von robbe Modellsport so nicht unter die edle GFK-Haube gepasst hätte. Hier könnte die sonst aussagekräftige Anleitung mit deutlich mehr Tipps und Informationen überzeugen.

Der große 80 Ampere Regler von GRAUPNER ist konsequent auf den Betrieb mit zwei getrennten Lipo-Akkus ausgelegt. Er verarbeitet Lipo-Zellen von bis zu 12S und verfügt bereits über einen Y-Anschluss. Perfekt also für den Betrieb in meiner STARLET. Positioniert wird der Regler dabei nicht wie sonst üblich vorne unter der Haube um eine ideale Kühlung zu erhalten, sondern im geschlossenen Rumpf. Auf den ersten Blick etwas ungünstig. Wesentliches Argument dafür ist jedoch, die Kabellänge zwischen Akku und Regler so kurz wie möglich zu halten, denn eine Verlängerung der Akkuzuleitung und der dadurch entstehenden zusätzlichen Induktionswirkung könnte den Regler zerstören. Viel mehr werden die drei Stromkabel zwischen Regler und Motor verlängert. Daher folgender Tipp: Niemals die Zuleitung von Akku zu Regler, sondern immer die Kabel von Regler zu Motor verlängern.

Obwohl der Regler in der beschriebenen Position im Rumpfinneren keinerlei Frischluft zur Kühlung abbekommt, wird dieser unter Vollast nur leicht handwarm.

Die edel verarbeitete und modell-charakteristische Motorhaube aus GFK wird mittels vier kleinen Innensechskantschrauben mit dem Rumpf schraubt. Die dafür notwendigen Bohrungen in der Haube sind nicht vorhanden und können so individuell - je nach Motorlänge - gebohrt werden. Die Innengewinde zur Befestigung der Motorhaube sind im Holz des Rumpfes bereits als Buchsen eingelassen. Hier passt alles perfekt zueinander und es macht richtig Spaß, das Modell fertig zu stellen.

Auf meinem Tisch hat sich mittlerweile innerhalb weniger Stunden ein richtig großer Koffer aufgebaut, der eigentlich für seinen Erstflug soweit bereit wäre. Fehlen nur noch das externe BEC und ein geeigneter Empfänger mit mindestens fünf Kanälen. Dank einfachster Bauweise und minimaler Ausstattung, hält sich der Umfang an Kabeln ziemlich im Rahmen, die sogar fast unsichtbar als einzelner Strang verlegt werden können. Um den notwendigen Platz zum Wechseln der Akkurutsche zu gewährleisten, platziere ich das BEC von ALIGN direkt vor dem Seitenruder-Servo. Positiver Nebeneffekt des ALIGN BECs: Ein weiterer EIN/AUS-Schalter für die Stromversorgung ist nicht notwendig, da das BEC bereits über einen solchen verfügt und die Spannung meines Akkus wird über eine LED-Reihe angezeigt. Als Lipo kommt ein 2S mit 1.500 mAh Kapazität zum Einsatz - ausreichend für viele Flüge. Auf den Einbau einer redundanten Stromversorgung habe ich bewusst verzichtet, denn die Chance auf eine Störung zwischen den Ohren ist um ein Vielfaches größer als der Ausfall eines Akkus.

Ein Hauch von Freiheit: Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER als ARF-Holzbausatz mit Brushless-MotorFinal werden kosmetische Arbeiten erledigt: Aufbringen des Dekors, ausschneiden und anbringen der Cockpitscheibe und das Verkleben der Pilotenbüste mit der Cockpitabdeckung. Diese wird übrigens mittels zweier Kunststoffschrauben am Rumpf zuverlässig gesichert. Ein schnelles Herankommen an die Lipo-Akkus oder an den Empfänger ist damit jederzeit gewährleistet. Stilecht habe ich dem Piloten im Cockpit der STOLP STARLET 2400 noch einen weißen Schal verpasst.

Die STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER ist bei weitem kein 3D-Modell, trotzdem ist leichter Kunstflug möglich. Die von GRAUPNER angegeben Ruderausschläge stimmen mich jedoch skeptisch. Für das Höhenruder gibt der Hersteller lediglich nur 20 Millimeter nach oben und nach unten an. In meinen Augen viel zu wenig um das Modell aus einer brenzligen Situation retten zu können. Ich habe ich für 30 Millimeter entschieden und fahre - besser fliege - damit bestens. Für die Querruder gibt der Hersteller eine Differenzierung an, die unbedingt zu empfehlen ist. Jedoch sollte auch hier jeder seinen persönlichen Ruderausschlag erfliegen.

Dass es im Grunde keine Rolle spielt, ob die STOLP STARLET 2400 als Verbrenner oder als E-Modell aufgebaut wird, zeigt sich spätestens beim überprüfen des Schwerpunktes. Meistens benötigen gerade elektrisch betriebene Modell vorne zusätzliches Gewicht um den Schwerpunkt einhalten zu können. Nicht die STARLET: Mit eingesetzten zweimal 5S Lipo`s und einer Kapazität von 5.200 mAh passt der Schwerpunkt perfekt. Selbst mit 12 Zellen, bestehend aus zweimal 6S und 5.000 mAh ist alles noch im grünen Bereich. Der Schwerpunkt liegt gute 165 Millimeter hinter der Nasenleiste der Tragfläche.

Fliegerisch stellt die STOLP STARLET 2400 an ihren Piloten keine besonderen Ansprüche. Das Modell lässt sich wie ein einfacher Trainer steuern und wäre mit einigen Ausnahmen fast an fortgeschrittene Anfänger mit Querrudererfahrung zu empfehlen. Wäre da nicht die relativ hohe Landegeschwindigkeit, die etwas Erfahrung voraussetzt. Geflogen werden darf das Modell - trotz Elektroantrieb und sehr angenehmer Geräuschkulisse - nur auf ausgewiesenen Modellflugplätzen. Der Grund: Die STOLP STARLET bringt immerhin 7 Kilogramm auf die Waage. Mit einem Tragflächeninhalt von 76 dm² und einer Flächenbelastung von guten 91 g/dm² ist das Modell zudem recht zügig unterwegs. Zu viel für eben mal auf der Wiese zu starten, da das Luftfahrgesetz den Betrieb von Flugmodellen über 5 kg Abfluggewicht außerhalb von zugelassenen Modellflugplätzen verbietet.

Der kraftvolle und für modelltypisches Cruisen sicherlich fast schon überdimensionierte Antrieb stellt zu jedem Zeitpunkt ausreichend Power zur Verfügung. Wer es darauf ankommen lässt, benötigt zum Starten nur knapp die doppelte Modelllänge, nämlich 3 Meter. Der Brushless-Antrieb in Kombination mit der 22"-Luftschraube katapultiert den Hochdecker sprichwörtlich in den Himmel und versorgt das Modell für einfache Kunstflugmanöver wie Rollen und Loopings ausreichend mit Vortrieb. Kunstflug ist jedoch nicht das Metier der STOLP STARLET. Sie möchte gemütlich geflogen werden, eben wie das Original. Tiefe Überflüge sind besonders reizvoll, denn dann beginnen die Flächenverstrebungen zu pfeifen. Da fehlen nicht nur mir die Worte.

Ein deutlicher Vorteil von Verbrennermodellen gegenüber einem Akku-betrieben Flugzeugs ist der, dass praktisch unendlich lang geflogen werden kann. Ist der Tank leer, bedarf es nur weniger Minuten und es geht weiter. Trotzdem sind die Flugzeiten der STOLP STARLET mit E-Antrieb ganz passabel: Wird das Modell tatsächlich nur zum Cruisen benutzt, sind in Abhängigkeit von Flugakku bis zu 12 Minuten Flugzeit durchaus möglich.

 

Mein Fazit

Die Entscheidung, dass ich mir eine STOLP STARLET 2400 von GRAUPNER kaufen werde, war im Grunde nie wirklich eine Kopfsache. Hier haben Emotionen entschieden, denn das Modell ist einzigartig und hebt sich von allen anderen Flugmodellen auf dem Modellflugplatz deutlich ab. Kopfzerbrechen machte mir zu Anfang der passende Antrieb: Elektro oder doch ein Verbrenner? Ich bin froh, dass ich mich für ein modernes Antriebssetup, bestehend aus Brushless-Motor und Lipo-Akku, entschieden habe, denn die Vorteile die mir dadurch entstehen, überwiegen. Doch hier sollte jeder Modellpilot natürlich selbst für sich entscheiden.

Die Verarbeitung des ARF-Bausatzes ist tadellos. Zugegeben, die Anleitung hat ein paar Stolperfallen, jedoch keinen Grund für wirkliche Kritik. Sowohl Aufbau, Qualität und die natürlich überragenden Flugeigenschaften der STOLP STARLET 2400 überzeugen. Dass es sich bei dem Modell um keine "Kleinigkeit" handelt, zeigt der Preis: 1.100 Euro sind an GRAUPNER zu überweisen, damit man selbst in den Genuss von einem Hauch von Freiheit kommt. Gut angelegtes Geld und ein ideales Modell für alle diejenigen, die mit einem Großmodell liebäugeln.

 

 

Technische Daten:

• Spannweite: ca. 2.400 mm
• Länge: 1.540 mm
• Gewicht: ca. 6500 - 7.000 g
• Gesamtflächeninhalt: ca. 91 dm²
• Höhenleitwerksinhalt: 15 dm²
• Tragflächeninhalt: ca. 76 dm²

 

RC-Funktionen:

• Seitenruder gekoppelt mit Spornfahrwerk
• Höhenruder
• Querruder
• Motor

 

Wo kaufen?

Bezug über Fachhandel
Preis: 460,00 Euro (UVP)

 

 

Gut

• Ideal als Kunstflugtrainer
• Bausatz mit hohem Vorfertigungsgrad
• Sehr gute Verarbeitung
• Einfach zu fliegen
• Schutztaschen im Lieferumfang enthalten

 

Weniger gut

• Keine Angaben über Seitenzug und Sturz
• Lieblos kopierte Bauanleitung

 

Kontaktdaten des Herstellers:

Graupner GmbH & Co. KG
Henriettenstraße 94-96
73230 Kirchheim/Teck
Telefon: 07021 722-0
Fax: 07021 722-200
Email: info@graupner.de
Internet: http://www.graupner.de

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.8 (21 Bewertungen)

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