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Optisch und technisch ein echter Leckerbissen: Wir haben GRAUPNERs neuen Jet EPIC VICTORY S getestet

von Stefan Bockisch vom 17. Januar 2012
Artikel-ID: 20120117-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Die neue VICTORY EPIC S von GRAUPNER bietet eine knackige Optik, viel Innovation und einen leistungsfähigen Impeller-Antrieb zum fairen Preis. Der geschäumte Jet hat also durchaus das Potential zum echten Bestseller zu werden. Stefan Bockisch hat sich den Bausatz und die von GRAUPNER empfohlenen Antriebskomponenten angesehen und getestet.


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Die neue VICTORY EPIC S von GRAUPNER bietet eine knackige Optik, viel Innovation und einen leistungsfähigen Impeller-Antrieb zum fairen Preis. Der geschäumte Jet hat also durchaus das Potential zum echten Bestseller zu werden. Stefan Bockisch hat sich den Bausatz und die von GRAUPNER empfohlenen Antriebskomponenten angesehen und getestet.Während endlos viele Schaummodelle aus China importiert werden, zeigt GRAUPNER mit seiner neuen  VICTORY EPIC S (http://www.graupner.de), dass die Konstruktion und Fertigung eines Impellerjets auch in Deutschland Sinn macht. Entstanden ist ein schnittiges Flugmodell mit individueller Optik, in die man sich als Modellpilot einfach verlieben muss. Als Vorbild diente zum einen die manntragende VICTORY EPIC, sowie das turbinengetriebene Modell aus dem Hause GRAUPNER mit einer Spannweite von 2.800 Millimetern.

Die geschäumte EPIC VICTORY S wird als klassischer Bausatz ohne RC-Komponenten ausgeliefert. Die Qualität ist dabei sehr hochwertig, das Finish aller geschäumten Teile ist perfekt. Alle benötigten Kleinteile wie Ruderanlenkungen, Ruderhörner und diverse Kunststoffteile liegen dem Bausatz mit bei. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein vorgestanzter Dekorsatz in hochwertiger und reißfester Folienqualität. Zur Fertigstellung des Modells werden insgesamt fünf Servos, ein 45-Ampere-Regler, ein Brushless-Inrunner sowie ein 72-Millimeter-Impeller und diverse Verlängerungskabel für Regler und Servos zusätzlich benötigt. Wenn auch etwas teurer, habe ich für meinen Test ausschließlich die vom Hersteller empfohlenen qualitativ hochwertigen Komponenten verwendet.

Der Zusammenbau des gesamten Modells ist dank guter und aussagekräftiger Montageanleitung an einem Abends bzw. innerhalb von drei Stunden zu schaffen. Für die von GRAUPNER empfohlenen RC-Komponenten ist im Schaum bereits der benötigte Platz geschaffen und so werden die Original-Servos zum Beispiel saugend vom EPP aufgenommen. Für die Montage wird zusätzlich diverses Werkzeug wie Skalpellmesser oder Seitenschneider, sowie dickflüssiger CA-Kleber mit Aktivatorspray benötigt.

Der Umfang der geschäumten Teile ist übersichtlich. Neben zwei Rumpfhälften liegt die einteilige Tragfläche, das Höhenleitwerk sowie zwei unterschiedliche Abschlussleisten aus EPP für die Rumpfunterseite mit bei, denn optional kann die GRAUPNER EPIC VICTORY S auch mit einem Einziehfahrwerk ausgestattet werden, dass vollständig in der Tragfläche verschwindet. Für meinem Test habe ich mich auf die Version ohne Einziehfahrwerk entschieden. Gestartet wird also klassisch aus der hand, gelandet wird auf Gras.

Begonnen wird laut Anleitung mit dem Höhenleitwerk, in das auf der Unterseite ein Holmgurt aus CFK eingeklebt wird. Das Höhenruder des Modells ist zweigeteilt und so steuern zwei von einander getrennte Servos direkt aus dem Leitwerk die Ruder an. Das Rudergestänge verfügt bereits über die passende Länge und wird einfach in den Abtriebshebel vom Servo und in das Ruderhorn eingesteckt. Anschließend werden die beiden Ruderhörner mit dem Ruder mittels CA-Kleber verklebt. Obligatorisch gilt natürlich vorab den mechanischen Mittelpunkt der Servos zu ermitteln und beim Verkleben darauf zu achten, dass kein CA-Kleber in das Servoinnere eindringen kann.

 

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Das Seitenleitwerk ist formschlüssig mit dem Rumpf geschäumt und verfügt über ein Seitenruder. Wer möchte kann seine EPIC VICTORY also zusätzlich damit ausstatten, wirklich benötigt wird diese Steuerfunktion jedoch nicht. Ich habe mich dafür entschieden, denn ein nachträglicher Einbau des Servos bei verklebtem Rumpf ist nicht ohne weiteres mehr möglich. Ob ich das Seitenruder tatsächlich ansteuern werde, kann ich also später spontan bzw. nach Bedarf entscheiden. Damit sich das Flugbild der GRAUPNER EPIC VICTORY S so ziemlich am manntragenden Original orientiert, legt GRAUPNER 40 Gramm Trimmgewichte mit bei, die im Seitenleitwerk verklebt werden. Hierfür muss jedoch mit einem Messer, besser geht’s mit einem Dremel, im EPP der notwendige Platz geschaffen werden. Dieses relativ geringe Mehrgewicht fällt später kaum auf und das tolle Flugbild entschädigt für diesen Kompromiss.

Für alle Servos werden entsprechende Verlängerungskabel mit einer Länge zwischen 180 und 340 Millimetern benötigt. Während beim manntragenden Original die obere Hutze als Lufteinlasss dient, wird beim GRAUPNER-Modell hier der Empfänger positioniert. Dementsprechend verlaufen alle Servoverlängerungen über Kanäle direkt dort hin. Der eigentliche Lufteinlass für den Impeller-Antrieb liegt versteckt auf der Unterseite des Modells. So wird die tolle Jet-Optik nicht durch irgendwelche zusätzlichen Lufteinlässe verunstaltet.

Die neue VICTORY EPIC S von GRAUPNER bietet eine knackige Optik, viel Innovation und einen leistungsfähigen Impeller-Antrieb zum fairen Preis. Der geschäumte Jet hat also durchaus das Potential zum echten Bestseller zu werden. Stefan Bockisch hat sich den Bausatz und die von GRAUPNER empfohlenen Antriebskomponenten angesehen und getestet.Der von GRAUPNER empfohlene Impeller verfügt über fünf Schaufeln und muss mit dem Inrunner-Motor verschraubt werden. Das dafür benötigte Zubehör liegt den Komponenten mit bei. Der Läufer des Impellers verfügt über einen 4-fach geschlitzten Klemmkonus der den Rotor sicher und mit exaktem Rundlauf auf der Motorwelle fixiert. Der Impeller selbst verfügt laut Hersteller-Angabe über besonders viel Leistung bei hoher Drehzahl.

Der Aussenring der Antriebseinheit wird saugend in die dafür vorgesehene Aussparungen im inneren Luftkanal des Rumpfes eingelegt. Der Regler liegt oberhalb und wird durch den Luftstrom beim Fliegen ausreichend mit Frischluft gekühlt. Zwischen Regler und Akku wird zusätzlich ein ca. 100 Millimeter langes Verlängerungskabel benötigt. Die Tragfläche wird später am fertigen Modell von unten zuerst geklemmt und anschließend mittels einer Nylon-Schraube gesichert. Das dafür notwendige Gegenstück wird auf einer Seite des noch offenen Rumpfes eingeklebt. Der Antriebsakku verschwindet später vollständig im Rumpf des Modells und eine Abdeckung aus EPP soll diesen später sichern. Auch dafür wird in den Rumpfhälften jeweils ein Kunststoffteil aus dem Kleinteilesatz verklebt.

Bevor nun die Rumpfhälften mittels CA-Kleber zusammengefügt werden, empfehle ich auf alle Fälle die Passform nochmals genau zu überprüfen und die im Rumpf liegenden Servo- und Reglerkabel mit Klebeband gegen ein ungewolltes verrutschen zu sichern. Passt alles, wird eine Hälfte des Rumpfes mit ausreichend dickflüssigem Sekundenkleber eingestrichen, die andere Hälfte wird mit Aktivator-Spray eingesprüht. Dann kommt zusammen, was zusammen gehört. Anschließend wird das Höhenleitwerk mit dem Seitenleitwerk verlebt.

Der Zusammenbau der von unten noch offenen Tragfläche, beginnt wie beim Höhenleitwerk mit  einkleben insgesamt zweier Holmgurte aus CFK. Diese Holme verleihen der Fläche eine erstaunlich hohe Festigkeit, so dass ein weiteres Rohr aus CFK, wie es oft bei Modellen in dieser Grösse in den Tragflächen zum Einsatz kommt, hier nicht benötigt wird. Für die beiden Querruderservos ist auf der Unterseite analog zum Höhenleitwerk auch hier der benötigte Platz bereits ausgespart. Anschließend wird die Tragflächenunterseite mit einem Füllstück aus EPP verschlossen. Abschließende Arbeiten vor dem Erstflug sind der Einbau des Schnappverschlusses der Akkuabdeckung, das aufbringen des tollen Dekors sowie der Anschluss der Servokabel an den Empfänger, der anschließend in der oberen Hutze vollständig verschwindet. Ein kleiner schwarzer Aufkleber verschließt die Öffnung.

Mit einer Spannweite von etwa 1.112 Millimetern und einer Rumpflänge von knapp 1.090 Millimetern, lässt sich die GRAUPNER EPIC VICTORY S auch im flugbereiten Zustand mit angeschraubter Tragfläche ohne Probleme im Kofferraum eines PKWs  transportieren. Sogar auf die Rücksitzbank meines VW Lupos passt der schnittige Jet ohne große Anstrengung. Die Empfehlung der Ruderausschläge von GRAUPNER sind in der Montageanleitung für Quer-, Seiten- und Höhenruder exakt angegeben. Auch die Schwerpunktangabe von 70 Millimetern hinter der vorderen Flügelkante passt mit dem vom Hersteller empfohlenen Antriebsakku exakt. Zum Einsatz kommt ein 3S Lipo mit 2.600 mhA Kapazität.

Die neue VICTORY EPIC S von GRAUPNER bietet eine knackige Optik, viel Innovation und einen leistungsfähigen Impeller-Antrieb zum fairen Preis. Der geschäumte Jet hat also durchaus das Potential zum echten Bestseller zu werden. Stefan Bockisch hat sich den Bausatz und die von GRAUPNER empfohlenen Antriebskomponenten angesehen und getestet.Vorweg muss ich zugeben, dass mich tatsächlich selten ein Impeller-Modell optisch wie auch technisch so begeistert hat wie die neue EPIC VICTORY S. Beginnend mit den geschäumten Einzelteilen, über die hochwertigen (wenn auch optional empfohlenen) RC-Komponenten, deren Einbau bis hin zum fertigen Modell: Der Jet überzeugt durch erstklassige Qualität! Überzeugend sind auch die Flugeigenschaften. Modell-typisch wird die GRAUPNER EPIC VICTORY S bei Vollgas mit einem kurzen aber entscheidenden Wurf aus dem Arm dem Luftraum übergeben. Das Startverhalten ist dabei absolut unkritisch, fast einsteigerfreundlich lässt sich der Jet steuern. Die EPIC VICTORY S fliegt sich außerordentlich Richtungsstabil und reagiert äußerst ruhig und präzise auf alle Steuerbefehle des Piloten. Meine anfänglichen Bedenken, dass der Jet aufgrund des kurzen Abstands zwischen Tragfläche und Höhenleitwerk kritisch oder gar giftig auf Höhenruderbefehle reagieren könnte, erwiesen sich schon beim Erstflug als gänzlich unbegründet. Das Modell lässt sich mit kleinen Höhenruderausschlägen super präzise und exakt steuern. Ob bei Rollen, bei extrem tiefen Überflügen im Rücken oder im Messerflug mit angelenktem Seitenruder – das Modell fliegt wie auf Schienen und stellt dabei ständig genügend Antriebsleistung für viele weitere möglichen und unmöglichen Flugmanöver zur Verfügung. Der von GRAUPNER empfohlene Inrunner stellt sich dabei als optimale und preisgünstige Wahl heraus. Auch ist die Geräuschentwicklung des Modells angenehm gering – ein Zeichen für einen gut gewuchteten und qualitativ hochwertigen Impeller.

Das Abrissverhalten ist äußerst unkritisch und passt irgendwie so rein gar nicht zu den von mir anfänglich erwarteten Flugeigenschaften eines Jets. Er nickt relativ spät nach unten und erholt sich sogleich wieder in der darauf folgenden Fahrt. Die dadurch resultierende sehr geringe Mindestgeschwindigkeit gibt gerade bei der Landung genügend Freiräume: Der Jet segelt unglaublich gut und kann sauber im Gleitflug auf Punkt gelandet werden. Der vom Hersteller empfohlene Antriebsakku mit einer Kapazität von 2.600 mAh reicht bei gemischtem Flugstil für Flugzeiten von bis zu 9 Minuten übrig aus.

 

 

Mein Fazit:

GRAUPNER empfiehlt seine neue EPIC VICTORY S laut Angabe auf der Internetseite erst einmal an fortgeschrittene Modellpiloten. Im Test hat sich mein Modell jedoch so gutmütig verhalten, dass ich den Jet beinahe an Einsteiger mit erster Querruder-Erfahrung empfehlen würde. Mit einem erfahrenen Werfer und Coach sicherlich kein Problem das Modell zu steuern. Die Qualität des gesamten Bausatzes ist hervorragend und fällt die Wahl auf die vom Hersteller empfohlenen RC-Komponenten, ist Passgenauigkeit von Regler und Servos gewährleistet. Die Antriebsleistung ist nicht überdimensioniert, reicht aber für Jet-typischen Rundflug mit einigen Kunstflugeinlagen üppig aus. Die GRAUPNER  EPIC VICTORY S hat tatsächlich das Potential zum Bestseller!

 

 

Technische Daten:

• Spannweite: 1.112 mm
• Länge: 1.090 mm
• Abfluggewicht: ca. 1.050 g
• Tragflächeninhalt: ca. 20 dm²
• Höhenleitwerksprofil: NACA 0012
• Tragflächenprofil: RG15Mod

 

Wo kaufen?

Der Himmlische Höllein
Glender Weg 6
96486 Lautertal - OT Unterlauter
Telefon: 09561/555-99
Email: mail@hoellein.com
Internet: http://www.hoellein.com

UVP des Herstellers: 109,90 Euro
Preis beim Himmlischen Höllein: 87,90 Euro

 

 

 

Gut

• Hochwertige Verarbeitung
• Leistungsfähiges Antriebskonzept
• Außergewöhnliche Form
• Sehr gute Flugeigenschaften

 

Weniger gut

• Mit Original-Komponenten relativ teuer

 

Kontaktdaten Hersteller:

Graupner GmbH & Co. KG
Henriettenstraße 94-96
73230 Kirchheim/Teck
Telefon: 07021 722-0
Fax: 07021 722-200
Email: info@graupner.de
Internet: http://www.graupner.de

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.9 (23 Bewertungen)

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