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Test: DYMOND Wattmeter von STAUFENBIEL

von Stephan Weinhard vom 1. August 2011
Artikel-ID: 20110801-FM-01 Rubrik: Magazin

Ein gutes Messgerät ist wichtig, wenn man sein elektrisch angetriebenes Flugmodell optimieren möchte oder einfach prüfen will, ob eine der Komponenten des Antriebs überlastet wird. STAUFENBIEL bietet seit kurzem ein kleines und preiswertes Wattmeter an, das alle wichtigen Daten eines Elektroantriebes ermittelt und speichert. Ich schaue mir diesen kleinen Helfer im praktischen Einsatz etwas genauer an.


 

 

 

Test: DYMOND Wattmeter von STAUFENBIELDas Wattmeter von STAUFENBIELs Eigenmarke DYMOND ist zu einem Preis von gerade mal 24,90 Euro zu beziehen. Es kann dabei viel mehr, als der Name vermuten lässt, denn es werden deutlich mehr Daten ermittelt und angezeigt, als die reine Leistungsaufnahme des E-Motors. Auf dem kleinen LC-Display des nur 40 Gramm schweren Geräts werden fließender Strom, Spannung des Akkus und die sich daraus ergebende Leistung direkt angezeigt. Darüber hinaus werden auch die entnommene Kapazität des Akkus und ggf. auch die Temperatur angezeigt, wenn der optional erhältliche Temperatursensor angeschlossen wird. Damit sind die wichtigsten Informationen vorhanden, um zu prüfen, ob der Antrieb richtig ausgelegt ist, Komponenten überlastet werden oder noch Optimierungsbedarf besteht.

Die Blisterpackung beinhaltet das Gerät mit den beiden Anschlusskabeln und eine kurze aber sehr informative und vor allen Dingen deutschsprachige Anleitung. Der Blick auf die technischen Daten verrät, dass dieses Gerät bei kleineren bis mittleren Antrieben eingesetzt werden kann. Bei Strömen bis 100 Ampere und einer maximalen Spannung von 60 V darf der Antrieb nicht mehr als 6 KW Leistung aufnehmen. Es können Antriebe mit Lipo Akkus bis zu 14S vermessen werden. Der maximale Strom darf dabei aber nur fließen, wenn das Gerät gut gekühlt wird.

Um das Gerät für den praktischen Einsatz vorzubereiten, werden an den Anschlusskabeln die entsprechenden Buchsen und Stecker angelötet. Ich habe für meinen Test die DEANS-T Stecker, bzw. Buchse verwendet, da ich dieses Stecksystem in den meisten meiner Modelle verwende. Danach kann es sofort losgehen.

 

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Das DYMOND Wattmeter speichert die gemessenen Spitzenwerte so lange, bis der Akku wieder abgeklemmt wird. Das kleine und leichte Gerät eignet sich nicht nur für die Messung im Stand, sondern kann auch im Modell fest verbaut werden und somit die entsprechenden Messwerte auch im Flug erfassen. Diese Messwerte können sich stark von den Messungen am Boden unterscheiden und sind daher deutlich interessanter. Die Messgenauigkeit des DYMOND Wattmeters ist dabei vollkommen ausreichend und insbesondere bei den Strommessungen den sonst üblichen Stromzangen in punkto Genauigkeit weit überlegen.

Test: DYMOND Wattmeter von STAUFENBIELDie Anwendung in der Praxis ist denkbar einfach. Das Gerät wir einfach zwischen Akku und Regler eingesteckt und ist sofort betriebsbereit. Lediglich bei der Vermessung von Antrieben mit weniger als einem 2S Lipo muss eine Zusatzstromversorgung angeschlossen werden. Ansonsten bezieht das kleine Gerät seine Betriebsspannung aus dem Antriebsakku. Nach dem Flug kann mit Hilfe der kleinen Taste zwischen den verschiedenen Anzeigen umgeschaltet werden. Von den aktuellen Messwerten zu den Spitzenwerten, bzw. minimaler Spannung. So lässt sich im Stand auf einen Blick feststellen ob Grenzwerte bezüglich des maximalen Stroms überschritten werden oder ob die gewünschte Leistung mit dem angeschlossenen Akkus erreicht wird, bzw. die Spannung am Akku bedenklich zusammenbricht, was auf eine Überlastung schließen lassen würde.

Besonders Interessant war für mich der Einsatz in meinen E-Helis, da ich hier auch nicht im Stand wegen des drehenden Rotors die elektrischen Werte mit herkömmlichen Messgeräten ermitteln kann. Aber auch die Messung in meinen Flächenmodellen hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen und einige Erkenntnisse in Bezug auf die Optimierung des Antriebs erbracht.

Ich habe so vor allem bei meinen 3D-Kunstflugmodellen den Antrieb auf maximale Leistung getrimmt in dem ich die Luftschraube verändert habe, bzw. den Antrieb näher an den besten Wirkungsgrad gebracht habe. Bei den Helis konnte ich den Stromverbrauch senken, da ich durch ein geändertes Timing des Reglers den Strom senken konnte, ohne wesentlich an Leistung zu verlieren. Dadurch hat sich die Flugzeit noch mal merklich erhöht.

 

Fazit

Das DYMOND Wattmeter von STAUFENBIEL sollte in keinem Elektro Startkoffer fehlen. Mit geringstem Aufwand  lassen sich elektrische Antriebe vermessen und interessante Daten ermitteln um die optimale Funktion von Motoren, Regler und Akkus zu erreichen. Ich kann das kleine und leichte Messgerät von STAUFENBIEL auch wegen seines sehr guten Preis-/ Leistungsverhältnis sehr empfehlen.

 

Über den Autor

Stephan Weinhard ist 47 Jahre alt und von Beruf Ingenieur für Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Nachrichtentechnik. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Modellbau ist eine Leidenschaft die ihn schon als jugendlicher begleitete, aber doch auch von längeren Pausen von diesem Hobby geprägt war. Vor ca. 8 Jahren packte ihn das Thema aber dann sehr intensiv. Er betreibt hauptsächlich Kunstflug inkl. 3D mit großen Kunstflugmodellen mit Elektro- oder Benzinmotor. Er besitzt mehrere Voll-Gfk Modelle von Composite ARF und Modell-Composite und einige klassische Sperrholz/Balsa Konstruktionen. Aber auch alle anderen Sparten der Flächenflugmodelle sind ihm nicht fremd. Vor einem Jahr packte ihn dann auch noch das Helifieber.

 

Technische Daten:

• Spannung: 0 - 60V (*1) 0,01 V
• Strom: 0 - 100 A maximal, 50 A dauer (*2) 0,1 A
• Leistung: 0 - 6000 W 0,1 W
• Kapazität: 0 - 65 Ah 0,1 Ah
• Energie: 0 - 6554 Wh 0.01 kWh
• Temperaturbereich mit Sensor: 0-150°C
• Zusatzstromversorgung: 4,0 V - 60 V
• Abmessungen: 51,3 x 42,9 x 13,7 mm
• Gewicht: 42 g
• Display: 26,5 x 28,5 mm LCD

 

Wo kaufen?

Bezug: Online-Shop STAUFENBIEL
Preis: 24,90 Euro

 

 

 

 

Gut

• Sehr günstiger Preis
• Geringe Größe und Gewicht
• Bis 6 KW belastbar
• Gute Meßgenauigkeit

 

Weniger gut

• Temperatursensor muss extra gekauft werden

 

Kontaktdaten Hersteller:

Gustav Staufenbiel GmbH
Hanskampring 9
22885 Barsbüttel
Telefon: 040/30061950
Email: info@modellhobby.de
Internet: http://www.modellhobby.de

 

 

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