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Test: F-35 Lightning von HYPE

von RC-MODELLSCOUT.DE vom 18. Januar 2011
Artikel-ID: 20110118-NEWS-01 Rubrik: Flächenmodelle

HYPE arbeitet an Flugzeugen der Zukunft. So könnte man meinen, denn während die Original F-35 noch bis Mitte 2012 auf ihren Einsatz wartet, fliegt die F-35 von HYPE bereits im Tiefflug über bundesdeutsche Modellflugplätze. Die Zeiten, da EPP-Modelle von gestandenen Modellpiloten als Billig-Flieger belächelt wurden und so mancher Hersteller sich davon deutlich distanzierte, sind längst vorbei. Die Fertigungstechniken werden immer besser, der Hartschaum immer hochwertiger und der Vorfertigungsgrad immer umfangreicher. Dazu kommt oft eine Ausstattung, die das Wasser in die Augen gestandener Modellpiloten treibt.

 

HYPE arbeitet an Flugzeugen der Zukunft. So könnte man meinen, denn während die Original F-35 noch bis Mitte 2012 auf ihren Einsatz wartet, fliegt die F-35 von HYPE bereits im Tiefflug über bundesdeutsche Modellflugplätze. Die Zeiten, da EPP-Modelle von gestandenen Modellpiloten als Billig-Flieger belächelt wurden und so mancher Hersteller sich davon deutlich distanzierte, sind längst vorbei. Die Fertigungstechniken werden immer besser, der Hartschaum immer hochwertiger und der Vorfertigungsgrad immer umfangreicher. Dazu kommt oft eine Ausstattung, die das Wasser in die Augen gestandener Modellpiloten treibt.Das zeigt sich auch bei der neuen F-35 Lightning von HYPE, denn der Impeller-Jet ist alles andere als eine graue Maus unter der Vielzahl von möglichen EPP-Jets auf dem Markt und glänzt neben liebevollen Details mit jet-typischen Flugeigenschaften. Für 209 Euro UVP erhält der Modellpilot ein zu 95% vormontiertes ARF-Modell. Ausgepackt und auf dem Basteltisch ausgebreitet, ist der Umfang der zu montierenden Teile überschaubar. Alle Servos, Einziehfahrwerk, Brushless-Impeller und Regler sind eingebaut. Lediglich die Tragflächen, die Höhen- und Seitenleitwerke und die klare Kabinenkanzel müssen mit den schwarzen Rumpf verklebt werden. Dazu legt der Hersteller einen Kontaktkleber in den Lieferumfang mit bei. Schade ist, dass in der Anleitung nicht auf die richtige Anwendung des Klebers eingegangen wird. Also, falls Epoxy zur Verfügung steht, sollte man sich unbedingt dafür entscheiden und den Kontaktkleber von HYPE zur Entsorgung geben. Rumpf, Tragflächen und Leitwerke sind aus HYPE´s HypoDur® gefertigt - ein EPP-Hartschaum.

 

Innerhalb von 45 Minuten geht der Zusammenbau über die Bühne

Alle EPP-Teile sind mit matter schwarzer Farbe überzogen, das Finish ist sehr hochwertig und die Farbe dürfte auch bei der einen oder anderen Bodenberührung nicht gleich abplatzen. Schön anzusehen sind die liebevollen Detailaufkleber auf Rumpf und Seitenleitwerk. Zu bemängeln ist die Passgenauigkeit der Hartschaumteile - speziell Seitenleitwerke und Tragflächen. Damit das Seitenleitwerk überhaupt in die dafür vorgesehene Aussparung im Rumpf passt, musste beim Testmodell etwas nachgearbeitet werden. Auch zwischen Tragfläche und Rumpf entsteht - bedingt durch ungenaue Passform beider Teile - ein Spalt von fast 2 Millimetern. Dies ist auf den zweiten Blick optisch zwar unschön, beeinträchtigt aber die Flugeigenschaften der F-35 natürlich nicht. Bevor Tragfläche und Leitwerke mit dem Rumpf verklebt werden, empfiehlt sich also die Passform zu überprüfen und die Klebestellen mit einem Teppichmesser leicht aufzurauen. Gerade bei der Tragfläche lohnt sich der Mehraufwand, da der Hersteller hier auf eine Verstärkung mittel CFK-Stab verzichtet hat.

 

Bugrad F-35

 

Im Grunde ist der Zusammenbau der F-35, dank Vorarbeit des Herstellers und ausführlicher Bedienungsanleitung, innerhalb einer 3/4 Stunde erledigt. Die bereits montierten Servos für Quer- und Höhenruder befinden sich exakt in Mittelstellung. Das Einziehfahrwerk macht einen guten und soliden Eindruck, sollte aber primär auf Hartpisten zum Einsatz kommen. Wer über einen hochwertigen Sender verfügt, sei zu empfehlen, auf die Servos eine Verzögerung zu programmieren. So wirkt das Aus- und Einfahren des Fahrwerks realistischer. Um alle Funktionen der F-35 abdecken zu können, reicht aber ein 5-Kanal-Sender völlig aus. Höhen- und Querruder werden über ein Y-Kabel, das angelenkte Bugrad über den Seitenruder-Kanal angesteuert. Das Einziehfahrwerk liegt auf dem fünften Kanal. Der Impeller-Antrieb ist ab Werk bereits verbaut und an den Regler angeschlossen. Der Zugang zum Antrieb erfolgt über eine Luke auf der Unterseite. Sollte es also einmal Probleme mit dem Impeller geben, ist der Zugang mittels zwei Schrauben gewährleistet, ohne gleich den Rumpf "bearbeiten" zu müssen.

 

Rote Raketen-Attrappen am Flügel sollen der F-35 einen giftigen Eindruck verleihen. Sie werden mit Epoxy an die Tragfläche geklebt. Bei unserem Testmodell haben wir jedoch bewusst auf die Montage der Attrappen verzichtet. Sie werden wohl mit unter die ersten Bauteile sein, die sich bei unsanften Landungen vom Modell lösen. Daher unser Tipp an den Hersteller: Wenn schon Raketen- und Bomben-Attrappen, dann bitte mit Magneten befestigen.

 

Rote Raketen-Attrappen am Flügel sollen der F-35 einen giftigen Eindruck verleihen. Sie werden mit Epoxy an die Tragfläche geklebt. Bei unserem Testmodell haben wir jedoch bewusst auf die Montage der Attrappen verzichtet. Sie werden wohl mit unter die ersten Bauteile sein, die sich bei unsanften Landungen vom Modell lösen. Daher unser Tipp an den Hersteller: Wenn schon Raketen- und Bomben-Attrappen, dann bitte mit Magneten befestigen.

 

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Das Flugbild ist beeidrucken

HYPE bietet seine F-35 Lightning ausschließlich als ARF-Modell an und empfiehlt einen 4S Lipo-Akku mit 2.100 mAh aus dem Hause ORION. 2.100 mAh scheinen auf den ersten Blick grenzwertig zu sein, immerhin bringt das Modell über 1,1 Kilogramm auf die Waage. Gewissheit wird der Erstflug bringen, die Erfahrung lässt jedoch keine lange Flugzeiten erwarten. Der Akku wird über eine Lucke hinter der Kabinenhaube, auf der Oberseite in den Rumpf gesteckt, angeschlossen und nach vorne geschoben. Der Schwerpunkt, wie in der Anleitung von HYPE angegeben, passt optimal. Mit einem Stück Schaumstoff sollte der Akku gegen Verrutschen auf alle Fälle nochmals gesichert werden. Im Akku-Schacht selbst geht es eng zu: Der empfohlene ORION-Akku passt saugend hinein. Akkus mit höherer Leistung und dadurch größeren Abmaßen werden wohl nicht in den Rumpf passen, ohne dass der Hartschaum mit einem Messer bearbeitet werden muss.

 

Bei humanen 10 Grad gehts raus auf den Platz. Die F-35 macht mit ihren 916 Millimetern Spannweite bereits am Boden einen stattlichen Eindruck, die Siluette des Modells orientiert sich exakt am Original aus dem Hause Lockheed. Akku rein, Rudercheck und obligatorischer Reichweitentest. Dank angelenktem Bugrad lässt sich das Modell sehr genau am Boden manövrieren. Die F-35 läuft langsam los, baut schnell Geschwindigkeit auf und braucht dann trotzdem sehr lange um letztendlich die Räder in die Luft zu bekommen: Exakt nach 25 Metern hebt das Modell auf Hartpiste die Nase hoch. Das ist lang, sehr lang und mancher Modellpilot würde wahrscheinlich den Start ungeduldig abbrechen. Aber Geduld zahlt sich hier aus. Einmal in der Luft, dreht das Modell entspannt seine Runden - viel mehr sollte man jedoch nicht erwarten. Mit einem Schub-Leistungsverhältnis von schätzungsweise max. 0,7 fehlt einfach die nötige Power für den WOW-Effekt. Steigflüge ohne großen Anlauf sind kaum möglich. Nach ca. 4 Minuten Vollgas macht sich die geringe Leistung des Akkus bemerkbar, die F-35 muss runter. Der Landeanflug ist ungekompliziert. Mit etwas Gas wird das Modell an die Piste herangeführt, bevor kurz vor aufsetzen die Leistung komplett herausgenommen wird. Jetzt das Höhenruder durchziehen, die F-35 kommt butterweich auf!Bei humanen 10 Grad gehts raus auf den Platz. Die F-35 macht mit ihren 916 Millimetern Spannweite bereits am Boden einen stattlichen Eindruck, die Siluette des Modells orientiert sich exakt am Original aus dem Hause Lockheed. Akku rein, Rudercheck und obligatorischer Reichweitentest. Dank angelenktem Bugrad lässt sich das Modell sehr genau am Boden manövrieren. Die F-35 läuft langsam los, baut schnell Geschwindigkeit auf und braucht dann trotzdem sehr lange um letztendlich die Räder in die Luft zu bekommen: Exakt nach 25 Metern hebt das Modell auf Hartpiste die Nase hoch. Das ist lang, sehr lang und mancher Modellpilot würde wahrscheinlich den Start ungeduldig abbrechen. Aber Geduld zahlt sich hier aus. Einmal in der Luft, dreht das Modell entspannt seine Runden - viel mehr sollte man jedoch nicht erwarten. Mit einem Schub-Leistungsverhältnis von schätzungsweise max. 0,7 fehlt einfach die nötige Power für den WOW-Effekt. Steigflüge ohne großen Anlauf sind kaum möglich. Nach ca. 4 Minuten Vollgas macht sich die geringe Leistung des Akkus bemerkbar, die F-35 muss runter. Der Landeanflug ist ungekompliziert. Mit etwas Gas wird das Modell an die Piste herangeführt, bevor kurz vor aufsetzen die Leistung komplett herausgenommen wird. Jetzt das Höhenruder durchziehen, die F-35 kommt butterweich auf!

 

Fazit

Der Zusammenbau ist dank ausführlicher Anleitung absolut einfach und innerhalb von 45 Minuten erledigt. Die Verarbeitung der EPP-Teile ist gut. Seitenleitwerke und eine Tragflächenhälfte mussten beim Testmodell jedoch aufgrund schlechter Passform nachbearbeitet werden. Der verbaute Impeller-Antrieb könnte etwas mehr Dampf vertragen und reicht für riskante Flugmanöver gerade so aus. Der vom Hersteller empfohlene Lipo-Akku mit 2.100mAh ist gerade so ausreichend. Für längeren Flugspass empfiehlt es sich, einen Akku mit deutlich mehr Leistung zu verwenden. Wer seinen Trainer beherrscht und jetzt erste Erfahrungen mit einem Impeller-Modell sammeln möchte, ist mit der F-35 Lightning von HYPE gut bedient.

 

Gut

• Hoher Vorfertigungsgrad - geringer Bauaufwand
• Einziehfahrwerk
• Gutes Flugbild

Weniger gut

• Schacht für grössere Lipos viel zu klein
• Passform einzelner EPP-Teile zu ungenau

 

Technische Daten:

• Spannweite: 916 mm
• Länge: 1.095 mm
• Gewicht: ca. 1.100 g
• Maßstab: 1/12

 

Features:

• Vorbildgetreuer Nachbau der F-35 Lightning
• Rumpf, Tragfläche und Leitwerk sind aus dem leichten Werkstoff HypoDur® gefertigt
• LiPo-Brushless-Regler im Lieferumfang enthalten
• Steuerung des Modell über Höhen- und Querruder
• 8 Micro-Servos im Lieferumfang enthalten
• Impellereinheit mit Brushless-Hochleistungsmotor
• Fertig eingebautes Einziehfahrwerk
• Lenkbares Bugfahrwerk
• Hohe Fluggeschwindigkeit
• Hoher Vorfertigungsgrad, dadurch kurze Bauzeit
• Präzises Flugverhalten

(Hersteller-Angaben)

 

Wo kaufen?

Preis: 209 Euro (UVP)
Bezug: Fachhandel
Hersteller: HYPE
Internetseite: http://www.hype-rc.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.6 (7 Bewertungen)

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