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Test: Flugmodell weg? Der SIMVALLEY GPS-Tracker von PEARL übermittelt per SMS die genaue Position

von RC-MODELLSCOUT.DE vom 12. März 2012
Artikel-ID: 20120312-FM-01 Rubrik: Magazin

Der eine oder andere FPV-Piloten wird das Problem sicherlich kennen: Die Verbindung zum Flugmodell reißt aus irgendwelchen Gründen ab, der Absturz ist also vorprogrammiert und das Modellflugzeug höchstwahrscheinlich kaputt. Ein echter Trost, wenn man wenigstens noch weiss, wo das Modellflugzeug abgestürzt ist und wo man die Reste suchen muss. Der GPS-Tracker von SIMVALLEY kann dabei die Suche ungemein verkürzen. Wir haben uns das nur rund 56 Gramm leichte Helferlein angesehen und auf seine Zuverlässigkeit getestet.


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Natürlich haben wir bei unserem Test kein Modellflugzeug geschrottet oder einen Absturz vorsätzlich verursacht. Doch zuerst die Fakten: Der GPS-Tracker ist eigentlich nicht für den Modellflug entwickelt worden, sondern soll den Alltag erleichtern und Fragen wie "Wo ist eigentlich mein Kind?" beantworten. Er wiegt nur 56 Gramm, kostet gerade einmal ca. 50 Euro und ist im Grunde ein vollwertiges Handy. Aber wie funktioniert der GPS-Tracker von SIMVALLEY (http://www.pearl.de) genau und welchen Mehrwert bringt er für den Modellflug?

 

Test: Flugmodell weg? Der SIMVALLEY GPS-Tracker von PEARL übermittelt per SMS die genau PositionFunktionsweise des GPS-Trackers

Den GPS-Tracker gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen. Der günstige GT-170 verfügt über weniger Funktionen als der GT-280. Beide Ausstattungsvarianten übermitteln aber auf Anfrage ihre aktuelle GPS-Position und das meist auf den Meter genau. Bedient wird der GPS-Tracker von SIMVALLEY dabei im Grunde nur über einfache Zahlen- und Buchstabencodes, die das Gerät per SMS von einem anderen Mobiltelefon erhält und anschließend wiederum per SMS darauf antwortet. Klingt auf den ersten Blick kompliziert, ist aber im Handling absolut einfach. Das Topmodell GPS-Tracker GT-280 verfügt neben dem Positionsmodus zudem über zwei weitere Grundfunktionen: Tracking und Geofencing. Der günstige GT-170 ist dagegen lediglich mit der Funktion der Positionsbestimmung ausgestattet, die aber für die Anforderungen im Modellflugzeug längst ausreichend ist. Das eingebaute Mobiltelefon verfügt übrigens über ein Quadband und ist somit in allen Handynetzen weltweit einsetzbar. Beste Voraussetzungen also, um auch im Urlaub Modellflug zu betreiben.

Der Lieferumfang ist mit Netzteil, Ladekabel, Akku und Bedienungsanleitung üppig. Geschützt wird das schwarze Kunststoffgehäuse durch einen gelben Gummiüberzug, der jedoch nicht wirklich notwendig ist und entfernt werden kann. Hier lassen sich gute 5 Gramm Gewicht einsparen. Zusätzlich im Lieferumfang enthalten ist eine Daten-CD, auf der sich ein kleines Windows-Programm befindet, mit dem die empfangenen Koordinaten in einer Google Maps-Karte ausgewertet werden können. Wer über ein Smartphone mit Internetflat verfügt, kann sich die empfangenen Daten per Klick auch auf dem Handy per Google Maps anzeigen lassen.

Bevor der GPS-Tracker in Betrieb geht und Daten versenden kann, wird eine SIM-Karte benötigt. Hier empfehlen wir eine Prepaid-Karte, die es bereits für wenige Euro im Handel zu kaufen gibt. Meist werden diese Karten mit einem Guthaben um 10 Euro angeboten, jede versendete SMS kostet im Schnitt keine 10 Cent. Das Guthaben sollte also für viele Abstürze mit dem Modellflugzeug ausreichen.

 

Und so funktioniert der GPS-Tracker

Entscheidende Vorteile des GPS-Trackers von SIMVALLEY sind seine geniale Funktionsweise und die intuitive Bedienung. Dabei wurde vom Hersteller auf überflüssige Features wie ein Display oder weitere Tasten verzichtet. Wer die verständliche und relativ kurze Anleitung aufmerksam liest, bekommt alle Fragen rund um Bedienung und Funktion kompetent beantwortet und kann gleich loslegen. Die wesentlich interessanteste Funktionen für Modellpiloten ist die Positionsbestimmung, auf die wir hier in unserem Test gezielt eingehen.

Test: Flugmodell weg? Der SIMVALLEY GPS-Tracker von PEARL übermittelt per SMS die genau PositionNachdem die SIM-Karte eingelegt, der Akku aufgeladen und der GPS-Tracker nach Anleitung eingerichtet wurde, stehen alle Funktionen zum Abruf der aktuellen GPS-Position per SMS bereit. Seine Position bestimmt der GPS-Tracker dabei klassisch über einen GPS-Empfänger. Befindet sich der Tracker in Gebäuden oder verfügt über keine freie Sicht nach oben, wird die Position über die GSM-Zelle des Mobilfunknetzes bestimmt. Dabei sendet der Tracker seine letzte GPS-Position sowie zusätzliche Angaben zur GSM-Zelle. Diese Art der Positionsbestimmung ist ungenau und kann unter Umständen einen Radius von mehreren hundert Metern beinhalten - hier das Modell zu finden ist eher unwahrscheinlich. Zur Bestimmung der GSM-Position ist übrigens die mitgelieferte Software zwingend notwendig.

Die Positionbestimmung per GPS-Sensor funktioniert dagegen hervorragend und äußerst zuverlässig. Selbst wenn der Tracker im Flugmodell eingebaut ist und die direkte Sicht nach oben - zum Beispiel durch eine Haube aus EPO - verdeckt wird, ist die Bestimmung der Position bis auf den Meter genau möglich. Mit einem einfachen Code (*#88#AAAA#) per SMS an den Tracker, wird die Position abgefragt. Anschließend versendet der GPS-Tracker eine SMS zurück mit Uhrzeit und Datum. Zusätzlich beinhaltet sie Angaben zur Latitude und zur Longitude in Grad, Minuten und Sekunden. Über einen zusätzlichen Link zu Google Maps kann die Position direkt in der Karte metergenau angezeigt werden. Einfacher geht´s wirklich nicht! Im Test hat sich herausgestellt, dass die Rück-SMS vom GPS-Tracker an das eigene Mobiltelefon teilweise  einige Minuten dauern kann.

Nette zusätzliche Funktionen des GPS-Trackers GT-280, für Modellpiloten jedoch eher uninteressant, sind Geofencing und Tracking. Beim Geofencing wird ein Radius in Kilometerangabe (zum Beispiel: 0.2 oder 2.3) und ein Zeitintervall in Minuten festgelegt. Verlässt der Tracker diesen Radius, werden automatisch SMS an die zuvor definierte Handynummer versendet. Mit der Tracking-Funktion versendet der GPS-Tracker nach einer Zeitvorgabe in Minuten ständig seine aktuelle GPS-Position.

 

Einbau im Flugmodell

Aufgrund seiner relativ geringen Grösse von nur 65 x 55 x 22 Millimetern passt der GPS-Tracker in so ziemlich jeden Segler oder jedes FPV-Modell. Ist kein Platz vorhanden - zum Beispiel in einem Nurflügler - kann hier auch die Tragfläche ausgeschnitten werden. Da der Tracker über einen eigenen Akku verfügt und somit komplett getrennt von der Stromversorgung des Flugmodells arbeitet, ist auch bei einem Absturz mit anschließendem Akkuverlust die Funktionsweise gesichert. Der Akku hält übrigens im Standby-Modus bis zu einer Woche und bei 20% Restkapazität wird automatisch eine SMS versendet.

 

Fazit

Der GPS-Tracker von SIMVALLEY ist kein Schutzengel und verhindert somit auch keinen Absturz. Er kann aber FPV- und vor allen Dingen auch Seglerpiloten beim Hangfliegen - nicht nur in den Alpen - helfen, das Flugmodell nach einer Außenlandung oder einem Absturz zuverlässig zu finden. Dabei arbeitet der GPS-Tracker metergenau und versendet seine GPS-Daten einfach und kostengünstig per SMS. Für den Betrieb ist lediglich eine Prepaid-Karte notwendig. Ein entscheidender Vorteil des GPS-Trackers gegenüber vieler Telemetrie-Sensoren ist der, dass das System völlig losgelöst von der Stromversorgung des Modellflugzeuges immer und jederzeit funktioniert. Im Test konnte der kleine Helfer jedenfalls überzeugen und hat absolut zuverlässig funktioniert!

 

 

Technische Daten:

• GPS/GSM-Tracker
• Position über GPS und GSM
• Übermittlung via SMS
• Grösse: 65 x 55 x 22 mm
• Gewicht: 56 g
• Akku: LiIon 700 mAh
• Ladekabel, Handbuch und Software

 

 

Gut

• Einfache Funktion
• Kostengünstig im Betrieb
• Sehr zuverlässig
• Umfangreiches Zubehör

 

Weniger gut

• Rück-SMS kann einige Minuten dauern

 

Kontaktdaten:

PEARL Agency
PEARL-Straße 1-3
79426 Buggingen
Telefon: 07631/360–0
Email: hotline@pearl.de
Internet: http://www.pearl.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.7 (13 Bewertungen)

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