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Test: GUNCAM - Fliegende Kanone Reloaded

von Tom Meier vom 9. Januar 2011
Artikel-ID: 20110109-FM-01 Rubrik: Magazin

Der Name GUNCAM wurde vom Hersteller zwar frei erfunden, kommt aber nicht von ungefähr: Denn bereits im zweiten Weltkrieg wurden Flugzeuge der Alliierten mit automatischen Kameras ausgerüstet, die das Gefecht filmen und dokumentieren sollten. Während die damaligen Kameras mehrere Kilos auf die Waage brachten, glänzt die kleine GUNCAM mit absolutem Minimalismus. Gerade einmal 15 Gramm bringt sie auf die Waage, die Bedienung erfolgt benutzerfreundlich über zwei Taster und eine LED am Gehäuse informiert über den Status der Kamera.Wer schon immer einmal in seinem eigenen Modell Platz nehmen wollte, kann dies jetzt tun. Für unter 30 Euro bietet Dreidee Innovations mit seiner GUNCAM einen günstigen Platz in erster Reihe. Doch die GUNCAM kann mehr als nur Filmen.

Der Name GUNCAM wurde vom Hersteller zwar frei erfunden, kommt aber nicht von ungefähr: Denn bereits im zweiten Weltkrieg wurden Flugzeuge der Alliierten mit automatischen Kameras ausgerüstet, die das Gefecht filmen und dokumentieren sollten. Während die damaligen Kameras mehrere Kilos auf die Waage brachten, glänzt die kleine GUNCAM mit absolutem Minimalismus. Gerade einmal 15 Gramm bringt sie auf die Waage, die Bedienung erfolgt benutzerfreundlich über zwei Taster und eine LED am Gehäuse informiert über den Status der Kamera.

Fotos werden mit einer Aulösung von 1.280 x 1.024 Pixel geschossen: Diese werden jedoch nicht "automatisch" aufgenommen, sondern müssen durch einen Tastendruck ausgelöst werden - also eher uninteressant für den Modellflug. Viel interessanter ist die Video-Funktion der GUNCAM. Bewegte Bilder werden mit einer Auflösung von 720 x 480 Pixel aufgenommen. Dabei schießt der Winzling bis zu 30 Bilder pro Sekunde - über das interne Mikrofon werden Wind- und Motorgeräusche aufgenommen.

 

 

Weniger ist mehr

Die GUNCAM möchte neben einer guten Bildqualität durch einfache Bedienung und gutem Handling überzeugen. Schaut man sich das kompakte Gehäuse an, so findet man auf der Oberseite insgesamt vier Taster. Zwei davon sind nicht belegt und ausser Funktion. Mit den anderen zwei Tastern wird die Kamera ein- und ausgeschaltet und die Aufnahme gestartet. Bei der GUNCAM handelt es sich übrigens um eine sogenannte Lochkamera (Pinhole-Optik). Sie benötigt keine optische Linse, sondern nimmt das Licht über eine verschließbare Zelle auf. Die "Optik" befindet sich auf der Vorderseite des Gehäuses, daneben eine kleine Öffnung für das Mikrofon.  Links liegen die USB-Schnittstelle und der Karten-Slot für die Micro-SD-Karte. Im Lieferumfang liegt eine ausführliche deutsche Bedienungsanleitung und ein USB-Kabel bei. Optional bietet Dreidee Innovations ein Bundle inkl. Micro-SD-Karte an. Sollte sich die Kamera mal "aufhängen", kann das Gerät über einen Reset-Knopf wieder auf Werkseinstellung gesetzt werden.

Die GUNCAM erhält ihren Strom aus einem 1S Lipo-Akku mit 200 mAh (Herstellerangabe: 270 mAh), der übrigens direkt über das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel am PC geladen wird. Blinkt die LED, wird der Akku geladen. Nach ca. 2 Stunden Ladezeit leuchtet die LED dauerhaft und der Akku ist voll. Wir haben die Kamera mit Betriebssystem Windows XP und Windows 7 getestet. Bei beiden Betriebssystemen muss grundsätzlich manuel kein Treiber installiert werden. Über den Dateien-Explorer erhält man direkten Zugriff auf die Kamera bzw. auf die Speicherkarte. Optional kann die Karte natürlich auch direkt über einen passenden Slot am PC eingeschoben werden.Die GUNCAM erhält ihren Strom aus einem 1S Lipo-Akku mit 200 mAh (Herstellerangabe: 270 mAh), der übrigens direkt über das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel am PC geladen wird. Blinkt die LED, wird der Akku geladen. Nach ca. 2 Stunden Ladezeit leuchtet die LED dauerhaft und der Akku ist voll. Wir haben die Kamera mit Betriebssystem Windows XP und Windows 7 getestet. Bei beiden Betriebssystemen muss grundsätzlich manuel kein Treiber installiert werden. Über den Dateien-Explorer erhält man direkten Zugriff auf die Kamera bzw. auf die Speicherkarte. Optional kann die Karte natürlich auch direkt über einen passenden Slot am PC eingeschoben werden.

 

Nettes Feature der GUNCAM:
Sie lässt sich auch als Webcam am PC verwenden. Dazu muss eine Software auf dem Rechner installiert werden, die Dreidee Innovations als kostenlosen Download auf seiner Homepage zur Verfügung stellt. Nutzt man die GUNCAM als Webcam, muss sich zwingend eine Micro-SD-Karte im Kartenslot befinden.

Laut Hersteller hält der Lipo-Akku bis zu 2 Stunden. Die GUNCAM verarbeitet Micro-SD-Karten bis zu einer Größe von 16 GB. Auf eine 2 GB-Speicherkarte passen ca. 30 Minuten Film. Probleme, dass entweder der Akku leer läuft oder der Speicherplatz auf der Karte nicht ausreicht, werden somit sicherlich nicht auftreten.

 

Volle Punktzahl im Praxistest

Die GUNCAM kann auf verschiedene Art und Weise am Modellflugzeug befestigt werden. Klassisch mit Klettband oder mit Tesafilm. Mit dem optionalen "COBRAmount" aus CFK, bietet der Hersteller ein Haltesystem an, mit dem die Kamera auch kopfüber montiert werden kann - zum Beispiel hängend unterhalb der Tragfläche. Das "COBRAmount" Haltesystem bringt lediglich 3,5 Gramm auf die Waage. Mittels zwei Bohrungen, kann das Haltesystem auch fix am Modell montiert werden.

Im Praxistest überzeugt die Kamera auf ganzer Länge. Dank "Zwei-Knopf-Bedienung" ist das Handling der GUNCAM ein Kinderspiel und die Aufnahmequalität ist bei guten Lichtverhältnissen hervorragend. Hell-Dunkel-Wechsel werden flüssig umgesetzt, die Bildschärfe ist jederzeit sehr gut - wie gesagt: Voraussetzung sind gute Lichtverhältnisse. Wer Aufnahmen mit seinem Indoor-Modell realisieren möchte, kann das Gehäuse der Kamera entfernen und den Standard-Akku durch einen leichteren tauschen. Somit reduziert sich das Gewicht nochmals um fast die Hälfte, auf sage und schreibe 8 Gramm. Aber Achtung: Garantie-Ansprüche gehen mit der Modifikation verloren!Im Praxistest überzeugt die Kamera auf ganzer Linie. Dank "Zwei-Knopf-Bedienung" ist das Handling der GUNCAM ein Kinderspiel und die Aufnahmequalität ist bei guten Lichtverhältnissen hervorragend. Hell-Dunkel-Wechsel werden flüssig umgesetzt, die Bildschärfe ist jederzeit sehr gut - wie gesagt: Voraussetzung sind gute Lichtverhältnisse.

Wer Aufnahmen mit seinem Indoor-Modell realisieren möchte, kann das Gehäuse der Kamera entfernen und den Standard-Akku durch einen leichteren tauschen. Somit reduziert sich das Gewicht nochmals um fast die Hälfte, auf sage und schreibe 8 Gramm. Aber Achtung: Garantie-Ansprüche gehen mit der Modifikation verloren!

 

 

 

Mein Fazit:

Filmaufnahmen sind toll. Wenn dann noch der Preis stimmt, macht es gleich doppelt so viel Spass. Für unter 30 Euro ist die GUNCAM ein echtes Schnäppchen und überzeugt sowohl in Preis als auch in Leistung. Die Aufnahmen sind jederzeit absolut okay, Engpässe mit Lipo-Akku oder Kartenspeicher dürften wohl kaum auftreten. Dank optionalem Haltesystem lässt sich die Kamera auch professionell am Modell befestigen, ein einfaches Klettband tuts aber auch.

 

Positiv

• Mit unter 30 Euro top Preis/Leistungsverhältnis
• Klare und scharfe Bilder
• Bedienung ein Kinderspiel

Negativ

• Lipo-Akku stimmte beim Testmodell nicht mit der Herstellerangabe überein
• Webcam-Funktion nur mit eingesetzter Micro-SD-Karte möglich

 

Technische Daten:

• Bildauflösung 1.280 × 1.024 Pixel
• Videoauflösung 720 × 480 Pixel
• 30 Bilder pro Sekunde
• Aufnahmedauer bis zu 2 Stunden mit 270 mAh Lithium Polymer Akku
• bis zu 200 Stunden Standby
• Mikrofon für Tonaufnahme
• USB Schnittstelle
• für SD-Karten bis 16 GB
• Plug&Play ladbar über USB
• Abmessung: ca. 50 x 32 x 12 mm
• Gewicht: 15 Gramm

(Herstellerangaben)

 

Wo kaufen?

Preis: 29,95 Euro

Dreidee Innovations GmbH
Sieben Quellen 41
45665 Recklinghausen
Telefon: +49 2361 9794658
E-Mail: info [@] guncam.de
Internet: http://www.guncam.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.5 (22 Bewertungen)

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