homeFACHMAGAZINTest: Kompakter Lademeister - das YUKI MODEL KARATE B6 AC/DC Ladegerät

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Test: Kompakter Lademeister - das YUKI MODEL KARATE B6 AC/DC Ladegerät

von Lothar Lehnhoff vom 25. Oktober 2011
Artikel-ID: 20111025-FM-01 Rubrik: Magazin

Kleine, handliche Ladegeräte haben einen Vorteil: Sowohl zu Hause, wie auch auf dem Modellflugplatz, erfüllen die meisten bereits mit ihren Grundfunktionen die Ansprüche vieler Modellpiloten. Ob das KARATE B6 AC/DC von YUKI MODEL ein echter Kampfsportler ist, hat Lothar Lehnhoff getestet und sämtliche Akkus aus seinem Fundus mit dem Stromspender geladen.

 

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Test: Kompakter Lademeister - das YUKI MODEL KARATE B6 AC/DC LadegerätDas Ladegerät KARATE B6 AC/DC von YUKI MODEL gehört mit 49,90 Euro UVP sicherlich zu den günstigsten Mikroprozessor gesteuerten Schnell-Ladegeräten auf dem deutschen Markt. Und trotzdem bietet es neben allen benötigten Grundfunktionen noch nette Zusatzfeatures, wie zum Beispiel Anschluss eines externen Temperatursensors. Der Lieferumfang ist mit insgesamt 6 verschiedenen Anschlusskabeln und einer deutschen, ausführlichen Bedienungsanleitung mehr als komplett. Die gesamte Elektronik ist in eine Hülle aus Aluminiumblech verpackt und rein optisch macht das Ladegerät einen durchaus attraktiven Eindruck.

Lamellen auf der Rückseite und Lufteinlässe auf der Unterseite des Gerätes sollen bei Betrieb die Elektronik kühlen. Die gesamten Anschlussmöglichkeiten sind überschaubar: Auf der rechten Geräteseite befinden sich die XHP-Stecker für das Balancer-Kabel des Akkus mit maximal sechs Zellen. Daneben befinden sich die eigentlichen Ladeanschlüsse. Auf der linken Geräteseite wird entweder das Netzkabel für den 230 Volt Wechselstrom oder das 12-Volt-Anschlusskabel eingesteckt. Etwas weiter vorne liegt der Anschluss des Temperatursensors. Optional kann hier auch ein USB-Kabel angeschlossen werden, über welches der Ladevorgang am PC protokolliert wird. Software dazu gibt es als Freeware im Internet.

Die Gehäuseoberseite dominiert mit einem zweizeiligen Display und vier Tastern zur Steuerung des Laders. Alle Aufdrucke und Hinweise auf dem Gerät sind auf englisch, stellen jedoch aufgrund der guten Bedienungsanleitung absolut keine Hürde dar. Das LC-Display ist blau hintergrundbeleuchtet und informiert mit insgesamt 32 Zeichen über den Ladezustand.

 

Was ist mit dem Lader möglich?

Mit dem KARATE B6 AC/DC können alle gängigen Akku-Typen zyklisch geladen und entladen werden. Angefangen von NiCd- und NiMh-Akkus mit bis zu 15 Zellen, Blei-Akkus mit bis zu 10 Zellen sowie alle modernen LiPo-, LiFe- und Li-Ion-Akkus mit bis zu sechs Zellen. Die maximale Ladeleistung ist nicht berauschend und beträgt 50 Watt. Somit ist das KARATE B6 eher an Modellpiloten zu empfehlen, die überwiegend kleinere Akkus zwischen 2S und 3S laden. Selbstverständlich können mit dem Lader auch LiPo`s mit 6 Zellen ohne Probleme geladen werden, dauert nur eben seine Zeit. Beispiel: Wird ein 6S LiPo mit maximaler Ladeleistung von 5 Ampere angeschlossen, stellt das Ladegerät einen Ladestrom von nur 2 Ampere zur Verfügung.

 

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Die Bedienung des KARATE B6 AC/DC ist einfach und auch ohne Anleitung sicherlich schnell zu begreifen. Trotzdem empfehle ich jedem, sich die beiliegende Anleitung aufmerksam durchzulesen - gerade wenn es um die eigene Sicherheit und die fremder Menschen geht. Mittels vier Taster wird durch das Menü navigiert und schon nach kurzer Zeit lässt sich der Lader intuitiv bedienen. Die einzelnen Hauptmenüpunkte sind nach dem jeweils zu ladenden Akkutyp definiert. Zusätzlich lassen sich insgesamt fünf der persönlich am häufigsten zum Einsatz kommenden Akku-Typen mit allen nötigen Details abspeichern und jederzeit durch nur wenige Klicks wieder aufrufen. Natürlich verliert das Ladergerät die gespeicherten Informationen nicht, wenn es vom Stromnetz getrennt wird.

Wer gerne sein KARATE B6 individuell auf seine Bedürfnisse anpassen möchte, kann dies tun: Über einen weiteren Menüpunkt "USER SET PROGRAM" können einzelne Herstellervorgaben verändert werden. Hier kann zum Beispiel der Bestätigungston bei jedem Tastendruck ausgeschaltet, der Grenzwert des Temperatursensors oder auch die Voltzahl jeder Lipo-Zelle verändert werden, um nur drei Funktionen zu nennen. Jedoch ist der Umgang mit diesem Feature eher den Experten vorbehalten - zu schnell kann man sich mit unüberlegten Einstellungen tatsächlich den Akku zerschießen. Übrigens: Ein Reset auf Werkseinstellung ist nach Rücksprache mit dem Hersteller nicht möglich.

Entgegen vieler anderer Ladegeräte auf dem Markt, ermittelt das KARATE B6 AC/DC die Zellenzahl zum Beispiel bei Lipo-Akkus leider nicht selbst. Zwar zeigt das Ladegerät beim Programmieren die Zellenzahl entsprechend der Spannung an, überprüft aber beim Start nicht, ob es sich wirklich um beispielsweise einen 3S- oder 4S-Akku handelt. Das gibt von mir leichten Punktabzug und wer hier nicht aufpasst, riskiert schnell einen defekten Akku! Ein durchaus gutes Feature ist die Schnelllade-Möglichkeit: Wer bei seinem Akku 5 bis max. 10% Verlust der Gesamtkapazität in Kauf nimmt, kann die Ladezeit deutlich reduzieren.

 

Mein Fazit

Das KARATE B6 AC/DC Ladegerät von YUKI MODEL schlittert nur haarscharf am "Schwarzen Gürtel" und somit an der vollen Punktzahl vorbei. Der Preis knapp unter 50 Euro ist sensationell, die Funktionen selbst sind bis auf ein paar netten Features eher "Stand der Technik". Trotzdem ist das KARATE B6 auch für fortgeschrittene Modellpiloten als Flugplatzlader eine gute Empfehlung. Alle gängigen Akkutypen wurden von mir ausgiebig im Lade- und Entladebetrieb getestet und ließen sich gut und sicher laden. Die Bedienung des Gerätes ist dabei einfach gehalten. Das Gerät ist äußerst robust aufgebaut und damit für einen rauhen Betrieb unterwegs bestens geeignet.

 

Über den Autor

Lothar Lehnhoff ist 49 Jahre alt und von Beruf Metallbaumeister. Er ist verheiratet und hat einen Sohn, der mit ihm seine Leidenschaft Modellflug, die ihn schon von Jugend an faszinierte, teilt. Lothar betreibt sowohl Segel- wie auch Motorflug. Beim Motorflug liegt sein Schwerpunkt bei klassischem Kunstflug - alles Verbrennerbetrieben. Aber auch die anderen Sparten wie Seglerschlepp, Warbird, Speedmodelle und Delta, sowie der Elektroflug sind Lothar nicht fremd. Beim Betrieb von Verbrennungsmotoren hat er eine langjährige Erfahrung in der Modifikation von Motoren, die aus der Schachtel heraus meist nicht zuverlässig laufen.

 

Technische Daten:

• Eingangsspannung: 11-18 V (DC); 100-240 V (AC)
• Ladeleistung: 50 W
• Entladeleistung: 5 W
• Ladestrom: 0,1-5,0 A
• Entladestrom: 0,1-1,0 A
• LiPo-Balancerstrom: 300 mA/Zelle
• Ni-Zellen: 1-15
• Li-Zellen: 1-6
• Pb-Spannung: 2-20 V
• USB-Anschluss: vorhanden
• Temperatursensor-Anschluss: vorhanden
• Abmessungen: 135 x 125 x 34 mm
• Gewicht: ca. 800 g

 

Wo kaufen?

Bezug über Fachhandel
Preis: 49,90 Euro (UVP)

 

 

 

Gut

• Gutes Preis/Leistungsverhältnis
• Ladeprogramme für alle gängigen Akkutypen
• Einfache Bedienung
• 230-V- und 12-V-Betrieb möglich
• Universelle Ladekabel liegen bei

 

Weniger gut

• Keine Adapter für EHR-Balancer-Stecker
• Kein Temperatursensor im Lieferumfang
• Anschlußkabel für 230 V und 12 V sind zu kurz
• Leistung von 50 Watt für große Akkus zu gering

 

Kontaktdaten des Herstellers:

YUKI MODEL
CN Development & Media
Haselbauer & Piechowski GbR
Dorfstraße 39
24576 Bimöhlen
Telefon: 04192/8895005
Email: info@cn-group.de
Internet: http://www.cn-group.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.5 (11 Bewertungen)

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