homeFACHMAGAZINTest: Mini Warbird F6F-5 HellCat in der Combo-Version von HACKER MOTOR

Fachmagazin

Test: Mini Warbird F6F-5 HellCat in der Combo-Version von HACKER MOTOR

von Marcus Frohberg vom 20. Oktober 2011
Artikel-ID: 20111020-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Die Mini Warbird-Serie von HACKER MOTOR sind kleine Silhouetten-Modelle aus EPP mit einer Spannweite von ca. 840 Millimetern und einem Abfluggewicht von 240 bis ca. 280 Gramm. Insgesamt sechs unterschiedliche Modelle in 13 verschiedenen Designs sind derzeit entweder als einfacher ARF-Bausatz oder als Combo lieferbar. Ich habe mir die F6F-5 HellCat inkl. Motor, Regler und Luftschraube für 109 Euro bestellt.

 

Anzeige

 

 

Test: Mini Warbird F6F-5 HellCat in der Combo-Version von HACKER MOTOREntgegen dem Trend "Auspacken und fliegen", muss bei den Mini Warbirds von HACKER MOTOR noch richtig Zeit für den Aufbau investiert werden, denn die Modelle werden als einfacher Bausatz ausgeliefert. Alle benötigten Teile liegen bei und das EPP ist - je nach Designauswahl - entsprechend bemalt. Zum Aufbau wird zusätzlich CU-Kleber, Epoxi, ein scharfes Cutter-Messer sowie ein Lineal benötigt. In der von mir bestellten Combo-Version der F6F-5 HellCat liegen Motor, Regler und die passende Luftschraube separat bereits mit bei. Je nach Aufbau des Modells werden zusätzlich zwei oder drei Servos der 9-Gramm-Klasse benötigt. Aufgrund von Preis und Leistung habe ich mir hier für insgesamt drei Servos von YUKI MODEL entschieden.

Der gesamte Lieferumfang ist überschaubar und einen ersten Pluspunkt gibt es für die deutsche Bauanleitung. Sie ist übersichtlich aufgebaut, gut bebildert und auch für Einsteiger verständlich verfasst. Zweiter Pluspunkt geht an die Qualität der EPP-Teile: Sie haben alle samt ein hervorragendes Finish und die Farben sind akkurat auf die Oberfläche aufgebracht. Nach Überprüfung auf Vollständigkeit lege ich los.

Der Aufbau beginnt mit Verstrebungen aus Draht, die mit den EPP-Rumpf verklebt werden. Dazu werden mittels Cutter-Messer und Lineal Schlitze in das EPP geschnitten, in die anschließend der Draht eingeklebt wird. Tipp von mir: Am besten den Draht mit einem Schraubendreher in das EPP drücken und dann den Sekundenkleber aufbringen. Das schützt die Finger. Anschließend wird er Motorträger zusammengesteckt und verklebt. Dieser ist aus Holz gefertigt und leider passen die Ausfräsungen nicht exakt ineinander, so dass etwas Nacharbeit mit einer kleinen Feile am Holz notwendig war. Je nach Möglichkeit der Motorbefestigung, kann die Motorplatte unterschiedlich verbaut werden. Beim Zusammenkleben muss final jedoch zwingend darauf geachtet werden, dass die Trägerteile richtig verklebt werden, denn sonst stimmt später der Motorsturz nicht. Die Bohrungen an der Motorplatte sind auf den in der Combo-Version beiliegenden Outrunner perfekt abgestimmt. Aber auch die Lochkreise von Motoren anderer Hersteller dürften passen.

Der Regler wird wenige Millimeter hinter dem Motor in das EPP gesteckt. Hierzu wird wieder mit dem Cutter-Messer etwas EPP aufgeschnitten, anschließend der Regler mit etwas Druck eingesteckt.

 

Das könnte dich auch interessieren:

"Forever young" - Im Test der Easy Glider 4 von Multiplex
10. April 2017
Kaum ein geschäumtes Modell ist unter Modellpiloten so bekannt wie der Easy Glider. Wir haben die neuste Version des Veteranen unter die Lupe genommen.    Mehr »

 

Die Mini Warbirds von HACKER können je nach Wunsch entweder mit zwei oder mit drei Servos aufgebaut werden. Bei der Version mit zwei Servos bleibt das Seitenruder starr und wird nicht angelenkt. Die Ausstattung mit Seitenruder bringt etwas mehr baulichen Aufwand mit sich, später überzeugt das Modell jedoch mit deutlich mehr Agilität beim Fliegen. Ich hab mich also für drei Servos entschieden und nehme die Herausforderung an: Dazu werden - dort wo später die Kabinenhaube platziert wird - zwei Öffnungen für die Servos ausgeschnitten. Bei diesem Arbeitsschritt am besten so genau wie möglich arbeiten und nicht zu viel vom EPP schneiden, denn die Aussparungen für die Servos dürfen nicht zu groß werden! Ein Servo mehr bedeutet auch ein weiteres Verlängerungskabel. Wer möchte kann bei den Verlängerungen auf Standardkabel zurückgreifen. Deutlich schöner und exakt auf die benötige Kabellänge bemessen, geht`s mit etwas Lötarbeit. Anschließend werden die Servos entweder mit dickflüssigem Sekunden- oder mit Heißkleber fixiert und auf Mittelstellung gebracht.

Test: Mini Warbird F6F-5 HellCat in der Combo-Version von HACKER MOTORIm Lieferumfang des Baukasten sind Gestängeanschlüsse (Quicklinks) enthalten, welche einfach auf das Ruderhorn des Servos geschraubt werden. Damit lässt sich mittels einer Klemmschraube der Rudermittelpunkt später über den Bowdenzug spielfrei und exakt einstellen. Die Bowdenzüge selbst werden durch Röhrchen aus Kunststoff geführt. Für diese Röhrchen werden mit dem Cutter-Messer Schlitze in den Rumpf geschnitten. Anschließend werden die Röhrchen mit Sekundenkleber in den EPP-Rumpf verklebt.

Analog zu den Servos für Seiten- und Höhenruder, wird auch das Querruder-Servo in den Rumpf eingepasst. Dieses liegt später direkt über der Tragfläche und steuert beide Querruder an. Zur Montage wird ordentlich EPP vom Rumpf genommen und zusätzlich ein kleiner Kanal zur Rumpfoberseite gelegt, durch den dann das Servokabel geführt wird. Auch hier werden Gestängeanschlüsse auf das Servohorn gesetzt, in die später dann die Anlenkungen zur den Rudern geklemmt werden. Auf der Rumpfoberseite - direkt hinter den beiden Servos für Seiten- und Höhenruder - wird aus dem EPP gerade soviel ausgeschnitten, dass ein 4-Kanal-Empfänger Platz findet. Zum grössten Teil ist der Elektronik-Einbau in den Mini Warbird abgeschlossen. Je nach verwendeten Komponenten kann die Position der Servos oder des Empfängers leicht variieren.

Nach dem nun vorne alles erledigt ist, geht es weiter mit dem Heck. In das Höhenleitwerk aus EPP wird eine kleine Holzleiste geklebt, die als Verstärkung dient. Hier empfehle ich statt CA-Kleber Epoxi zu verwenden. Anschließend wird das Leitwerk an den Rumpf geklebt. Hier unbedingt auf einen waagerechten Einbau achten. Die exakte Positionierung des Leitwerks wird später die Flugeigenschaft des Modells deutlich verbessern! Die im Lieferumfang beiliegenden Ruderhörner bestehen aus Kunststoff. Mit dem Cutter-Messer werden kleine Schlitze in das EPP geschnitten, dann werden die Bowdenzüge eingeführt und erst jetzt werden die Ruderhörner mittels Sekundenkleber mit den Rudern verklebt!

 

Hinten fertig, vorne fertig. Was kommt jetzt?

Die Tragfläche der F6F-5 HellCat ist zweigeteilt. Um die Spannweite von ca. 840 Millimetern zu erreichen, werden beide Hälften zusammengefügt und mit CA-Kleber verklebt. Wie bei allen Klebearbeiten gilt auch hier: Exaktes Arbeiten zahlt sich aus, Höhenleitwerk und Tragfläche müssen zum Rumpf einen Winkel von 90 Grad bilden. Nach dem Trocknen des Klebers werden auf der Flächenober- und Flächenunterseite - ähnlich wie beim Rumpf - kleine Schlitze mit Lineal und Cutter-Messer ausgeschnitten. Hier wird zur Verstärkung wieder Draht eingeklebt. Anschließend wird die exakte Position der Ruderhörner ermittelt und die gesamte Tragfläche anschließend mit der Rumpfunterseite verklebt. Leider steht in der Anleitung nicht, dass dazu der Rumpf aufgeschnitten werden muss, denn anderst lässt sich die Tragfläche nicht positionieren.

Test: Mini Warbird F6F-5 HellCat in der Combo-Version von HACKER MOTOREinzigartig in dieser Klasse ist sicherlich die transparente Kabinenhaube. Mittels einer Lexanschere wird diese exakt ausgeschnitten. Wer keine Lexanschere zur Hand hat, kann auch gerne zu einer Nagelschere greifen, das funktioniert auch sehr gut. Meine Haube habe ich anschließend noch mit Dekorstreifen versehen - sieht gleich viel besser aus.

Laut der Bedienungs- und Bauanleitung des Herstellers liegt der Schwerpunkt zwischen 45 und 55 Millimetern direkt hinter der Nasenleiste der Tragfläche. Am besten man zeichnet sich bei 45 Millimeter einfach an der Unterseite des Modells zwei kleine Punkte auf. Hier wird nun der Flieger aufgelegt und mit dem Akku ausgewogen. Passt der Schwerpunkt, wird der Platz für den Akku direkt an der Rumpfseite angezeichnet und ausgeschnitten. Die vom Hersteller angegebenen Ruderausschläge können 1:1 übernommen werden, etwas Expo auf das Querruder ist für den Erstflug sicherlich nicht falsch. Nach kurzer Überprüfung aller Ruderausschläge und einem obligatorischen Reichweitencheck zwischen Empfänger und Steuerung geht`s zum Erstflug. Mit der von HACKER MOTOR mitgelieferten Luftschraube benötigt der kleine Warbird gerade mal 3/4 Gas und einen kleinen Schubser, um aus der Hand zu starten. Die Steigrate ist enorm und innerhalb weniger Sekunden hat der Warbird genau die richtige Höhe erreicht, um zu testen was in dem kleinen EPP-Modell steckt. Ein wenig musste ich die Querruder nachtrimmen, jetzt fliegt das Modell kerzengerade. Zugegeben, am Anfang war ich skeptisch, ob die HellCat meine Erwartungen erfüllt. Doch das Silhouetten-Modell überzeugt mich durch alle Flugmanöver. Loopings, Schrauben, Steilflüge und Rückenflug. Sogar Torquen ist dank Seitenruder möglich. Das von HACKER MOTOR in der Combo-Version angebotene Setup, bestehend aus einem A20-34S Evo Outrunner, einem X-7 Pro Regler sowie die 6x5,5er-Luftschraube, begeistert. Auch die Servos von YUKI MODEL sind perfekt für dieses Modell. Die F6F-5 HellCat macht richtig Laune und fliegt 1A.

Zum Schluss noch die Preisfrage: Wie sieht´s mit der Landung aus? Absolut unkritisch und auch von ungeübten Modellpiloten jederzeit zu bewältigen!

 

Mein Fazit

Zuerst ein kleiner Minuspunkt: Aufwendig ist die Platzierung der Servos. Schade, dass der Hersteller hier die EPP-Teile nicht bereits mit den passenden Ausschnitten für die Servos ausliefert. Doch die Pluspunkte überwiegen und so ist die Mini Warbird-Serie von HACKER MOTOR durchaus zu empfehlen. Gerade die Combo-Version bietet mit Motor, Regler und Luftschraube bereits das ideale Setup für dieses Modell. Der Preis ist sicherlich okay. 109,00 Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen, dafür gibt es beste Qualität der Antriebskomponenten. Hinzu kommen noch zwei bis drei Servos und ein 3S Lipo mit ca. 750 mAh Kapazität. Wer den Bauaufwand nicht scheut wird am Ende mit gutmütigen Flugeigenschaften belohnt! Die Mini Warbirds von HACKER sind meiner Meinung nach, aufgrund ihrer unkomplizierten Handhabe, ideale Modelle für die kommenden Wintermonate.

 

Technische Daten:

• Spannweite: 840 mm
• Länger: 765 mm
• Fluggewicht: ca. 275 g
• RC-Funktionen: Höhe, Seite, Quer & Motor 
• Motor: Hacker A20-34S Evo
• Regler: Hacker X-7
• Luftschraube: APC-E 6x5,5
• Servos: 3x 9 Gramm von YUKI MODEL

 

Wo kaufen?

Online-Shop von HACKER MOTOR
Preis ARF-Bausatz: 47,50 Euro
Preis COMBO-Version: 109,00 Euro

Link: Online-Shop HACKER MOTOR

 

 

 

Gut

• Tolles Flugbild
• Gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis
• Hochwertige Antriebslösung


Weniger gut

• Schächte für Servos müssen ausgeschnitten werden

 

Kontaktdaten des Herstellers:

Hacker Motor GmbH
Schinderstrassl 32
84030 Ergolding
Telefon: +49871/953628-0
Fax: +49871/953628-29
Internet: http://www.hacker-motor.com

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.4 (12 Bewertungen)

Aktuelle Kleinanzeigen

Das könnte dich interessieren

Kamera läuft - Test und Video des Blade QX 350 von Horizon Hobby

Multicopter mit GPS Positionierung und diversen Sensoren zur Fluglagekontrolle waren bis vor wenigen Jahren etwas für das Militär oder echte Spezialisten mit einem große Budget. In dieser Saison waren fraglos die Quadrocopter ein echter Renner in der Modellflugszene. Horizon Hobby hat mit seinem brandneuen Blade QX 350 einen Hightech Quadrocopter für die breite Masse der Modellflieger verfügbar gemacht. Wir haben uns natürlich sofort einen dieser kleinen Wunderwerke ganz genau für euch angesehen.

-> Link zum Test

Wir sind Modellflug

Erlebe den RC-Modellflug mit RC-MODELLSCOUT.DE

Erlebe den RC Modellflug mit RC-MODELLSCOUT.DE. Wir sind Deutschlands größtes Online-Magazin und berichten täglich mit News-Meldungen, Testberichten und tollen Videos über den RC Modellflug. Zudem bieten wir erfahrenen Modellpiloten interessante Beiträge rund um Technik und geben Einsteigern wertvolle Tipps um schnell im RC Modellflug erfolgreich zu werden.

Auf RC-MODELLSCOUT.DE findest du Beiträge über Horizon Hobby, robbe Modellsport, MUltiplex, Graupner, Kyosho, Hype und vielen weiteren führenden Herstellern aus dem RC Modellflug.