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Test: Nine Eagles Combat Twister von robbe Modellsport

von Stephan Weinhard vom 15. August 2011
Artikel-ID: 20110815-FM-01 Rubrik: Helikopter

Kleine Koaxial-Helikopter sind der Indoorspaß für Sporthalle oder das heimische Wohnzimmer und eignen sich hervorragend für Einsteiger. Nine Eagles, im Vertrieb von robbe Modellsport, hat mit seinem Combat Twister den Flugspass um noch ein weiteres Feature ergänzt. Stephan Weinhard schaut sich die robbe "Luftkampfzwerge" genau an.

 

 

robbe Modellsport setzt bei seinem Combat Twister (→ Produkt auf der Internetseite des Herstellers ansehen) auf die bekannt gute Qualität der Nine Eagles-Produkte. Das Fazit wäre daher schnell erzählt, wenn sich Nine Eagles nicht eine besondere Eigenschaft für seinen Combat Twister ausgedacht hätte. Mit einer kleinen Infrarot Kanone können sich die Combat Twister gegenseitig anvisieren, sich mit einem Lichtstrahl "abschießen" und den jeweiligen Gegner so zur Landung zwingen.

Test: Nine Eagles Combat Twister von robbe ModellsportDas klingt zwar auf den ersten Blick sehr martialisch, brint aber endlos viel Spass. Und das beste: Nichts wird zerstört, denn der Heli fällt nach einem virtuellen Treffer nicht einfach vom Himmel. Vielmehr zeigt er einen Treffer durch eine Drehung an, bzw. senkt die Rotordrehzahl soweit ab das der getroffene Huschrauber sanft zu Boden sinkt. Hier handelt es sich also um ein Geschicklichkeitswettkampf bei dem der bessere Pilot gewinnt.

Doch schauen wir uns die Helis genauer an. Der Combat Twister wird von robbe Modellsport als absolut flugfertiger Hubschrauber geliefert. Es gibt zwei verschiedenen Varianten die sich durch die blaue, bzw. gelbe Grundfarbe des Rumpfes unterscheiden. Das verhindert wirkungsvoll, dass man im Combat den eigenen Hubschrauber aus den Augen verliert und aus versehen den Heli seines Gegners versucht zu steuern.

Neben dem Helikopter selbst ist ein 2,4 GHz-Sender mit LC-Display, ein Schraubenzieher, ein Flugakku und sogar die notwendigen Batterien für den Sender der Größe AA enthalten. Der Combat Twister basiert technisch auf dem Solo V1 aus dem gleichen Hause, der um die entsprechenden Funktion der Infrarot-Kanone erweitert wurde.

Nach dem Auspacken müssen lediglich die Batterien in den Sender eingelegt und der Flugakku geladen werden. Als Ladegerät für den 150 mAh 1-Zellen Akku dient hier übrigens der Sender. Dazu wird einfach der kleine Akku in einen Schacht auf der Unterseite des Senders eingeschoben und eingeschaltet. Nach ca. 45 Minuten ist der Akku geladen und der Spaß kann beginnen. Ich nutze die Ladezeit und schaue mir die technischen Features des Heli schon mal etwas genauer an: Der Hauptrahmen, der alle Komponenten aufnimmt, ist - wie übrigens das Landegestell auch - aus einem stabilen Spritzkunststoff gefertigt. Dieses Material ist sehr robust, wie es sich in der Praxiserprobung gezeigt hat. Der Rahmen nimmt die Rotorwelle mit den Zahnrädern und den beiden Bürstenmotoren auf. Davor ist stehend eine kleine Platine montiert, auf der die gesamte Elektronik und die beiden Linearservos zur Ansteuerung der Taumelscheibe des Combat Twister untergebracht ist. Hängend, unterhalb des Hauptrahmens, ist die Infrarot Kanone angebracht, die mit zwei roten Tastern am Sender bedient wird. Das gesamte Konzept macht einen durchdachten Eindruck. Die Kabelverbindung zur Platine sind alle gesteckt, so dass ein defekter Motor oder eine defekte Hauptplatine auch von einem Laien mit geschickten Fingern und guten Augen problemlos getauscht werden kann.

 

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Der kleine 2,4 GHz-Handsender des Combat Twister macht mit großen Trimmtasten und einer LCD-Anzeige in der Mitte einen entsprechend hochwertigen Eindruck. Der Sender wird ausschließlich in Mode 2 ausgeliefert und liegt gut in der Hand, die Tasten für das Infrarot-Geschütz liegen oberhalb und sind mit den Fingern gut zu erreichen. Der Sender des Combat Twister kann nicht wie bei vielen Nine Eagle-Modellen durch einfaches drehen der Antenne von Mode 2 auf Mode 1 umgestellt werden. Was übrigens Sinn macht, da sonst die Bedienungstasten für die Infrarotkanone nicht mehr erreichbar wären. Also muss der Combat Twister-Pilot seinen Heli in Mode 2 steuern.

 

Test: Nine Eagles Combat Twister von robbe Modellsport

Fliegen

Der Combat Twister hat ein sehr eigenstabiles Flugverhalten. Nach dem Abheben und eintrimmen bleibt der Heli viele Sekunden wie festgenagelt in der Luft. Man kann sogar den Sender kurzzeitig zur Seite legen und der robbe Combat Twister zeigt seine wahre Qualität. Somit wird auch der absolute Beginner mit diesem Heli sehr schnell die ersten Erfolge erzielen. Die Ausschläge der Taumelscheibe sind moderat und selbst bei etwas hektischen Steuereingaben verhält sicher der Combat Twister absolut brav und vollkommen unkritisch. Lässt man in der Luft die Steuerknüppel los, dann stabilisiert sich der Heli von alleine. Auch der Gyro zeigt sehr wenig Drift, so dass das Heck über die gesamte Akkulaufzeit ohne viel Nachtrimmen schön stabil in der Luft steht.

Sollte der Heli dennoch einmal mit einem Möbelstück der Inneneinrichtung kollidieren oder beim Start oder Landung umfallen, wird er das meist ohne Schaden überstehen. Der 30 Gramm leichte Floh ist auch aufgrund seiner geringen Masse sehr robust. Geht doch mal was zu Bruch, sind die Einzelteile des Heli als Ersatzteile über den Handel erhältlich.

 

Im Combat

Was den Combat Twister von vielen Koax-Helis unterscheidet? Die Fähigkeit zum Luftkampf! Dieses Feature macht den kleinen Heli selbst für eingefleischte Heli-Piloten interessant, die sonst einen Koaxial-Helikopter achtlos in der Ecke stehen lassen würden. Sich gegenseitig belauern, mit geschickten Manövern aus der Deckung heraus auf den Gegner zufliegen und im richtigen Moment die Lichtkanone auslösen. Das macht den Heli so interessant und abwechslungsreich.

Grundsätzlich unterstützt der Combat Twister zwei verschiedene "Spielmöglichkeiten". Eine Möglichkeit ist, dass alle gegen alle spielen, also jeder den anderen treffen kann und so seinen Gegener zur Landung zwingt. Es gibt aber auch die Möglichkeit in zwei Teams mit mehreren Helis gegeneinander zu kämpfen.

Test: Nine Eagles Combat Twister von robbe ModellsportDer erste Treffer wird zunächst durch eine Drehung um die Gierachse des getroffenen Helis angezeigt, bzw. nach mehreren Treffern sinkt der Verlierer langsam zu Boden. Nach 5 Sekunden Zwangspause kann es dann für den getroffenen weiter gehen. Egal welchen Spielmodus man wählt, es ist gar nicht so einfach, sich in eine Position zu bringen um seinen Gegenspieler zu treffen. Hier muss man schon eine richtige Strategie entwickeln um das Spiel zu gewinnen. Das ist fast wie das gute alte "Schiffe versenken" aus der Schulzeit, nur dass man neben seiner Strategie auch noch jede Menge Fingerspitzengefühl benötig, um letztlich als Sieger da zu stehen.

Leider ist der Akku viel zu schnell am Ende seiner Kapazität angelangt, obwohl die Flugzeit erstaunliche 8 bis 10 Minuten beträgt. Da wünscht man sich gleich drei oder vier Akkus je Heli weil man von dieser Fliegerei und dem Combat-Spiel regelrecht süchtig wird und kaum merkt wie schnell die Zeit vergeht. Am Sender eines jeden Twister lässt sich eine Statistik über die Treffer auslesen so, dass man nach jedem Akku feststellen kann wie erfolgreich man war. Auch wenn die Flugeigenschaften sehr gutmütig sind und für einen erfahrenen Helipiloten wenig herausfordernd, im Combat wird es sicherlich keinem langweilig.

 

Fazit

Der Combat Twister von robbe Modellsport ist deutlich mehr als ein einfacher Koaxial-Helikopter. Das Modell und der mitgelieferte Sender überzeugen zum einen durch seine gute Qualität und den sehr gutmütigen einsteigerfreundlichen Flugeigenschaften. Zum anderen punktet das System durch die zusätzliche Combat-Option mit der kleinen Infrarot-Kanone auf der Unterseite. Der Combat Twister ist besonders dann interessant, wenn mehrere im Gefecht „Heli gegen Heli“ fliegen und so den Flugspaß um eine zusätzliche Geschicklichkeitskomponente erweitern. Auch Fortgeschrittenen wird daher der Combat Twister viel Spaß bereiten. Leider ist der Spaß mit dem System von robbe Modellsport nur dann möglich, wenn man im Steuermode 2 fliegt.

 

Technische Daten:

• Hauptrotordurchmesser: ca. 190 mm
• Fluggewicht: ca. 30 g
• Länge: ca. 210 mm
• RC-Funktionen: Nick, Roll, Gieren, Steigen/Sinken
• Sonderfunktion: IR-Kanone

 

Lieferumfang:

• RTF Koaxial-Heli mit IR-Schussfunktion
• Lipo-Akku 3,7 V, 150 mAh
• Flugakku-Ladefunktion im Sender
• 2,4 GHz-4-Kanal-Sender
• 4x Mignon Batterie

 

Wo kaufen?

Bezug: Fachhandel
Preis: 89,00 Euro

 

 

 

 

Gut

• Sehr gute Flugeigenschaften
• Handsender mit 2,4 Ghz Technik
• Gute deutschsprachige Anleitung
• Gute Ersatzteilversorgung

 

Weniger gut

• Sender nur in Mode 2 verfügbar
• Zweiter Flugakku wäre von Vorteil

 

Kontaktdaten Hersteller:

Logo robbe Modellsport
robbe Modellsport
Metzloser Straße 38
36355 Grebenhain
Telefon: +496644/870
Fax: +496644/7412
Email: office@robbe.com
Internet: http://www.robbe.com

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.5 (8 Bewertungen)

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