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Test: Spassgerät Nano-Racer F4F Wildcat von robbe Modellsport inklusive Antriebsakku

von Marcus Frohberg vom 9. Dezember 2011
Artikel-ID: 20111209-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Die Flut an relativ kleinen Modellen mit einer Spannweite zwischen 600 und 700 Millimetern war 2010 enorm. Allein robbe Modellsport präsentierte gleich sechs seiner sogenannten Nano-Racer, welche übrigens allesamt jeweils ein manntragendes Original als Vorbild haben. Marcus Frohberg hat bei der F4F Wildcat von robbe zugegriffen und berichtet über seine Erfahrungen mit diesem Modell.

 

 

Test: Spassgerät Nano-Racer F4F Wildcat von robbe Modellsport inklusive AntriebsakkuDie Nano-Racer von robbe Modellsport (http://www.robbe.com) gibt es mittlerweile in sechs unterschiedlichen Modellvarianten: Darunter eine  P-51 Mustang,  eine P-40 Warhawk und eben auch eine F4F Wildcat, die mich aufgrund ihrer außergewöhnlichen Rumpfform schon immer in ihren Bann zog. Doch egal für welchen Nano-Racer man sich entscheidet, alle Modelle sind aus hochwertig verarbeitetem EPO-Material gefertigt, sind unglaublich schnell und die Detailtreue ist gerade für diese Modellgrösse wirklich ein Augenschmaus. Neben einer akkurat aufgebrachten Lackierung, sitzt beispielsweise sogar ein kleiner Pilot in der Kabine meiner F4F Wildcat.

Ausgeliefert werden die Nano-Racer, so auch meine F4F Wildcat, als klassischer ARF-Bausatz mit ziemlich hohem Vorfertigungsgrad und einem ausgesprochen guten und ansprechenden Lieferumfang. Neben einer deutschen Bedienungsanleitung liegt sogar der passende Flugakku mit in der Kiste. Somit ist der Zusammenbau des Modells in gut 30 Minuten zu schaffen. Lediglich das zweigeteilte Höhen- und das Seitenleitwerk werden mittels CA-Kleber oder Epoxi mit dem Rumpf verklebt. An dieser Stelle eine kleine aber nützliche Anmerkung von mir: Wer die Klebestellen mit feinem Schmirgelpapier anraut, um so den Lack zu entfernen, erzielt ein deutlich besseres Klebeergebnis. Grundsätzlich empfehle ich bei allen EPO-Bausätzen – egal wie hoch der Vorfertigungsgrad ist – das Modell erst einmal trocken, also ohne Kleber zusammen zu stecken. Somit lassen sich eventuell notwendige Korrekturen vornehmen, sollte wider erwartend etwas nicht passen. Doch keine Sorge: Bei der robbe F4F Wildcat passen alle Leitwerke perfekt in das Rumpfende. Kleber auftragen. Fertig!

Für das zweigeteilte Höhenruder müssen die Ruderhörner eingeklebt und die Anlenkungen angeschraubt werden. Die Bowdenzüge sind im Rumpf verlegt und können über eine Klemmschraube am Ruderhorn absolut genau eingestellt werden. Die Querruder sind dagegen bei Auslieferung durch den Hersteller bereits komplett angelenkt und zu meiner Überraschung tatsächlich perfekt auf mechanische Mitte der Servos eingestellt. Ein weiteres Feinjustieren war hier also nicht mehr notwendig. Alle RC-Komponenten – egal ob Motor, Regler oder Servos – sind werksseitig eingebaut und angeschlossen. Auch der beiliegende Flugakku verfügt ab Hersteller über das passende Stecker-System zum Regler, so dass hier keine zusätzlichen Lötarbeiten notwendig sind.

 

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robbe Modellsport hat seine F4F Wildcat mit einem, für diese Grösse durchaus üppigen Antriebsset ausgestattet. Der Brushlessmotor leistet 1.900kV, der Regler verkraftet einen Dauerstrom von maximal 20 Ampere. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Propeller verspreche ich mir sensationelle Flugleistungen und mächtig viel Schub.

Test: Spassgerät Nano-Racer F4F Wildcat von robbe Modellsport inklusive AntriebsakkuGesteuert wird das Modell über drei Kanäle: Motor, Querruder und Höhenruder. Das Seitenruder bleibt starr. Somit ist mindestens ein 3-Kanal-Empfänger notwendig, da die Querruder mittels Y-Kabel auf einen Kanal gelegt werden. Bei der Modellkonfiguration habe ich mich exakt auf die Angaben des Hersteller verlassen und die Einstellwerte für Quer- und Höhenruder, wie in der Anleitung vorgegeben, ohne weiteres übernommen. Sogar der Schwerpunkt mit 43 Millimetern, gemessen ab der Nasenleiste, passt mit eingebautem Flugakku und aufgesetzter Kabinenhaube perfekt.

Dank ihrer relativ geringen Spannweite von nur 634 Millimetern und ihrem knuffigen Rumpf, lässt sich die Wildcat ohne Probleme aus der Hand starten. Am besten man greift dazu direkt an den Schwerpunkt. Mit Halbgas und einem kleinen Schubser gleitet der Warbird dann von ganz alleine aus der Hand. Die ersten Runden sind zur Eingewöhnung. Wir wollen uns ja schließlich gegenseitig kennenlernen und ich steuere das Modell  daher in sicherer Höhe. Ein paar Zacken Trimmung auf Quer und etwas auf das Höhenruder und der Racer fliegt perfekt gerade aus.

Einfacher Rundflug mit der F4F Wildcat ist sicherlich schön anzusehen, doch in dem kleinen Kraftpaket steckt wesentlich mehr. Der Nano-Racer möchte gejagt werden. Das perfekt auf das Modell abgestimmte Antriebsset, leistet tatsächlich absolute Glanzleistung und zieht das Modell in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch die Luft. Endlose Steigflüge, Kehre, Sturzflug mit Vollgas, abfangen, anschließend wieder Steigflug und so weiter und so fort – die F4F Wildcat macht mich bekloppt!

Die Rollrate des Modells ist enorm, dementsprechend giftig ist der Nano-Racer auf Querruder. Zu empfehlen ist hier unbedingt ein angemessener Expowert von 25 bis 35 Prozent. Die F4F Wildcat will durch ihren Piloten auf alle Fälle zügig geflogen werden. Langsame Überflüge sind grundsätzlich kein Problem, doch gerade in Kurven stellt sich schnell ein schwammiges Steuergefühl ein und das Modell neigt dazu über die Fläche abzukippen. Ähnliches gilt für den Landeanflug: Wer keine bösen Überraschungen in Form eines Strömungsabriss erleben möchte, sollte seine Wildcat nicht unter ¼ Gas hereinholen. Mit Flugzeiten um fünf Minuten ist die Akku-Kapazität durchaus gut bemessen.

Bei der F4F Wildcat von robbe Modellsport passt einfach alles. Gute Flugeigenschaften, sensationelle Endgeschwindigkeit, hoher Vorfertigungsgrad und überaus umfangreiches Zubehör zeichnen das Modell aus. Zum Preis von 139,00 Euro (UVP) sicherlich eine gute Wahl für fortgeschrittene Piloten. Einsteiger sollten sich – wenn überhaupt – erst mit viel Übung an das Modell trauen. Die F4F Wildcat von robbe Modellsport verspricht auf alle Fälle viel Gaudi für kleines Geld.

 

 

Technische Daten:

• Spannweite: 634 mm
• Länge: 470 mm
• Tragflächenbelastung: ca. 37.2 g/dm²
• Gesamtflächeninhalt: 8.6 dm²
• Länge: 470 mm
• Fluggewicht: 320 g
• Maßstab: 1:14,2

 

Lieferumfang:

• ARF-Modell
• Kleinteile
• Akku: Lipo 3S 850 mAh 20C
• Deutschsprachige Anleitung

 

Wo kaufen?

Bezug über Fachhandel
Preis: 139,90 Euro (UVP)

 

Was wird noch benötigt?

Zum Start wird ein Empfänger und eine Fernsteuerung benötigt. Ein Akku liegt dem Lieferumfang bei.

 

 

Gut

• Sehr schnelles Modell
• RC-Komponenten bereits eingebaut
• Akku im Lieferumfang enthalten
• Gutes Preis/Leistungsverhältnis

 

Weniger gut

• Bedingt nur für Kunstflug tauglich, da kein Seitenruder verhanden

 

Kontaktdaten des Herstellers:

robbe Modellsport
Metzloser Straße 38
36355 Grebenhain
Telefon: +496644/870
Fax: +496644/7412
Email: office@robbe.com
Internet: http://www.robbe.com

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.4 (16 Bewertungen)

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