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Test & Video: CESSNA C-182 Sport ARF von YUKI MODEL

von Max Götzenberger vom 12. Oktober 2011
Artikel-ID: 20111012-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Der Markt an ARF-Modellen aus EPO-Schaum ist innerhalb der letzten Monate nahezu explodiert. Praktisch gibt es kaum ein original Flugzeug, das nicht als geschäumtes Modell verfügbar ist. Neueinsteiger YUKI MODEL mischt das Angebot jetzt auf und möchte durch Qualität, hohen Vorfertigungsgrad und attraktiven Preis überzeugen. Ob die Rechnung auf geht, hat unser Autor Max Götzenberger herausgefunden und sich dafür die CESSNA C-182 Sport des Herstellers angeschaut.

 

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Test: Mustang Nano-Racer von robbe ModellsportVertrieben werden die Produkte von YUKI MODEL klassisch über den Fachhandel. Neben Reglern, Ladegeräten und Zubehör rund um den Modellbau, hat der Hersteller seit kurzem auch Flugmodelle im Angebot. Eines davon ist die Cessna C-182 SPORT im Maßstab 1:8. Mit einer Spannweite von ca. 1.410 Millimetern zählt der Hochdecker längst nicht mehr zu den kleinen EPO-Modellen. Alles was ich aus dem Karton entnehme ist auf den ersten Blick von guter Qualität. Alle EPO-Teile wie Rumpf, Tragflächen und Leitwerke sind nochmals einzeln in Folie verpackt und so bestens vor Beschädigung geschützt. Das Finish aller Bauteile ist gut, lediglich das vom Hersteller bereits aufgeklebte Dekor löst sich hin und wieder an bestimmten Stellen.

Im Lieferumfang enthalten ist ein Kleinteilesatz mit Schrauben und Ersatz-Ruderanlenkungen, ein CKF-Rohr als Flächenverstärkung sowie ein Tube Kleber und eine Bauanleitung in deutscher Sprache. Ein Fahrwerk aus Stahldraht mit Radschuhen aus Kunststoff sowie die Propellereinheit, bestehend aus Luftschraube, Mitnehmer und Spinner, runden den Lieferumfang ab. Alles in allem macht das Modell also einen durchaus hochwertigen Eindruck. Alle Servos und Antriebskomponenten wie Motor und Regler sind nicht nur eingebaut, sondern bereits so weit wie möglich angeschlossen.

Beim Aufbau des Modells halte ich mich strikt an die Vorgabe der Anleitung. Diese besteht zwar lediglich aus beidseitig in schwarz/weiss bedrucktem Papier, erfüllt aber ohne Zweifel ihren Zweck und erklärt anhand vieler Abbildungen, wie aus einer Hand voll Einzelteilen ein Flugmodell entsteht. Begonnen wird mit der Montage der Tragflächen. Diese ist zweigeteilt und wird mittels CFK-Rohr verbunden. Der Hersteller empfiehlt das CFK-Rohr in die Fläche einzukleben, genauso werden auch die beiden Flächenhälften mittels Kleber zusammengefügt. Entgegen dem im Lieferumfang beiliegenden Kleber, entscheide ich mich für CA-Kleber und Aktivator aus meinem eigenen Repertoir. Beide Querruder in der Tragfläche werden jeweils durch ein Servo angesteuert, das passende Y-Kabel legt der Hersteller mit bei. Innovativ ist die Befestigung der 9-Gramm-Servos: Statt direkt mit dem EPO verklebt, befinden sich die Servos in Grundträgern aus Kunststoff und können so, ohne das EPO zu zerstören, bei Bedarf schnell und einfach getauscht werden. Das Gestänge, welches Servoarm und Ruderhorn verbindet, ist bereits eingeklipst. Die Servos für Höhen- und Seitenruder befinden sich im Rumpfinneren und sind auf einer Trägerplatte aus Kunststoff montiert. Auch hier ist weitgehenst alles angeschlossen und montiert.

Im zweiten Schritt wird laut Anleitung das Höhenleitwerk mit dem Rumpfende verklebt. Anschließend folgt das Seitenleitwerk. Obwohl alle Teile tatsächlich perfekt zueinander passen und nur ganz wenig Spaltmaß entsteht, empfehle ich trotzdem das Leitwerk erstmal trocken - also ohne Kleber - zusammenzusetzen, um die Passform zu überprüfen.

 

 

Das Fahrwerk der YUKI MODEL C-182 SPORT besteht aus einem gebogenen Stahldraht. Auf der Seite ist der Stahldraht mit Kunststoff verkleidet und wird einfach auf der Unterseite in den Rumpf gesteckt. Entgegen der Anleitung des Herstellers, empfehle ich auch hier unbedingt etwas Sekundenkeber zu verwenden. Wer verliert schon gerne im Flug sein Fahrwerk... An beiden Enden des Stahldrahtes befindet sich ein Gewinde, auf das die Radschuhe mit samt den Rädern aufgedreht werden. Das angelenkte Bugrad des Modells ist vormontiert und wird einfach auf eine Aufnahme gesteckt und mittels Madenschraube gesichert. 

Bevor ich die Luftschraube montiere, möchte ich einen Blick auf den Brushless-Motor und seine Befestigung am Rumpf werfen. Dazu entferne ich die Motorhaube, die mittels vierer Schrauben am Rumpf befestigt ist. Nur wenige Modellpiloten werden jemals die Motorhaube entfernen, doch der Aufwand lohnt: Sturz und Seitenzug des Motors werden durch einen einfachen, aus Metallblech gebogenen Motorträger vorgegeben, der wiederum mit vier Schrauben am Rumpf befestigt ist. Diese Art der Befestigung des Motors zählt sicherlich zu den einfachsten, überträgt jedoch mögliche Schwingungen des Motor und der Luftschraube um ein Vielfaches auf das gesamte Modell. Für die CESSNA wird es sicherlich reichen - also Motorhaube wieder verschrauben und den Propeller laut Anleitung montieren.

 

Das Flugverhalten ist modelltypisch überaus gutmütig

Zum Betrieb der CESSNA C-182 Sport von YUKI MODEL reicht eine einfache 4-Kanal-Steuerung völlig aus. Die Querruder-Servos werden, wie bereits beschrieben, über ein Y-Kabel angesteuert. Landeklappen oder Positionslichter sind keine vorhanden. Im mächtigen Rumpf des Modells ist genügend Platz, den Empfänger nach belieben zu positionieren, anschließend wird die Tragfläche aufgesetzt und mit zwei Schrauben aus Metall befestigt. Zum Schluss werden noch die Verstrebungen an Rumpf und Tragfläche verschraubt. Fertig!

Test: Mustang Nano-Racer von robbe ModellsportAlles in allem hat der Aufbau des Modells bis jetzt keine 30 Minuten gedauert. Entstanden ist ein mächtiger Hochdecker mit einer Spannweite von über 1.400 Millimetern und einem Abfluggewicht von fast 950 Gramm. Bevor es jedoch zum Erstflug geht, überprüfe ich die Anlenkungen der Ruder und ihre Funktion. Leichte Korrekturen sind normal und lediglich die Querruder-Anlenkungen mussten im Ruderhorn entgegen der Vorgabe des Herstellers ganz innen eingehängt werden, da der Ausschlag einfach viel zu gering war.

Viel Spannweite bedeutet auch bei Modellen aus EPO viel Aufwand - zumindest wenn es um den Transport in einem Sportwagen geht. Jedenfalls passt die YUKI MODEL C-182 SPORT montiert nicht in mein Auto. Der Aufwand die Tragfläche vom Rumpf zu trennen ist kein großer Akt, nur vier Schrauben und zwei Servokabel müssen dazu gelöst werden, nervt aber. Wie gut, dass der Akku von unten ins Modell kommt. 3S Lipos mit einer maximalen Kapazität von 2.500 mAh nimmt der großzügig dimensionierte Schacht locker auf und dank fester Kunststoffklappe benötigt der Lipo keine weitere Sicherung durch Klett- oder Klebeband.

 

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Das Draht-Fahrwerk der YUKI MODEL C-182 SPORT ist konstruktionsbedingt nicht gerade für Buckelpisten ausgelegt, Starts und sanfte Landungen auf Gras sind trotzdem möglich, zumal das Modell bereits nach wenigen Metern abhebt. Dank angelenktem Bugrad in verbindung mit dem Seitenleitwerk ist das Modell sowohl beim Rollen auf der Piste, wie auch bei Start oder Landung jederzeit perfekt steuerbar.

Das Flugverhalten des Trainers ist überaus gutmütig, zu keinem Zeitpunkt wird das Modell zickig oder entwickelt eine Eigendynamik. Das vom Hersteller verbaute Antriebsset überrascht mit durchaus üppiger Power und lässt sogar senkrechte Steigflüge zu. Selbst Torquen ist möglich. Die Ruderwirkung an den Querrudern könnten etwas stärker sein, demnach rollt das Modell nur sehr langsam. Doch das Schönste: Mit einem 3S Lipo 2.500 mAh sind Flugzeiten von beachtlichen 15 bis 20 Minuten möglich. Die YUKI MODEL C-182 SPORT kann sehr langsam geflogen werden - ideal also für Einsteiger. Einzig die Geräuschkulisse des Antriebs machte mir bereits beim Erstflug Sorge: Nach wenigen Minuten wurde das Modell viel zu laut. Die Inspektion nach der Notlandung ergab: Zwei Schrauben der Motorbefestigung hatten sich gelöst und der Motor hing nur noch locker am Motorträger. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte unbedingt die Motorbefestigung überprüfen und ggf. die Schrauben mit Sicherungslack festigen.

 

Fazit

Günstiger Preis gepaart mit verhältnismäßig guter Qualität ist durchaus möglich. So beweist es jedenfalls YUKI MODEL mit seiner CESSNA C-182 SPORT. Das Modell ist innerhalb kürzester Zeit abflugbereit und überzeugte mich im Test nicht nur durch eine gute Verarbeitung aller EPO-Teile. Sicherlich nur ein Einzelfall, trotzdem ärgerlich: Ein Motor sollte sich einfach nicht lösen, denn nicht immer gehen solche Aktionen ohne Folgen aus. Die RC-Komponentenauswahl die YUKI MODEL seinem Modell verpasst hat, gehört nicht zu den hochwertigsten, erfüllt die Anforderungen an das Modell aber alle mal und stellt gerade für Anfänger und fortgeschrittene Einsteiger eine preisliche Alternative zu vielen anderen Modellen dar.

 

Technische Daten:

• Spannweite: ca. 1.4100 mm
• Länge: ca. 1.030 mm
• Fluggewicht: ca. 950 g
• Motor: Brushless Outrunner 900 kV
• Regler: ESC 30 A

 

Wo kaufen?

Bezug über Fachhandel
Preis: ca. 149,00 Euro (UVP)

 

Was wird noch benötigt?

Die YUKI MODEL CESSNA C-182 Sport wird als ARF-Modell ausgeliefert. Du benötigst einen Flugakku sowie eine 4-Kanal Fernsteuerung inkl. Empfänger.

 

 

Gut

• Gutmütig zu fliegen
• Auch für Einsteiger zu empfehlen
• Günstiger Preis
• Lange Flugzeiten

 

Weniger gut

• Motor lose
• Teilweise löst sich das Dekor

 

Kontaktdaten des Herstellers:

YUKI MODEL
CN Development & Media
Haselbauer & Piechowski GbR
Dorfstraße 39
24576 Bimöhlen
Telefon: 04192/8895005
Email: info@cn-group.de
Internet: http://www.cn-group.de

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (8 Bewertungen)

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