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Test & Video: SUNRISER von STAUFENBIEL inkl. HIMAX-Motor und Alu-Spinner

von Markus Kocher vom 6. September 2011
Artikel-ID: 20110906-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Mit seinem SUNRISER zeigt STAUFENBIEL deutlich, dass Anfängermodelle nicht zwingend aus geschäumten Teilen bestehen müssen. Der Hersteller setzt auf klassische Rippenbauweise in Verbindung mit hochwertiger Verarbeitung. Doch ist der Bausatz tatsächlich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse zu empfehlen und wie verhält sich das Modell in der Luft? Unser Test soll Klarheit bringen.

 

 

Test: SUNRISER von STAUFENBIEL inkl. HIMAX-Motor und Alu-SpinnerDer SUNRISER wird von STAUFENBIEL in zwei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten. Die Basisversion ohne Antriebskomponenten kommt auf 119 Euro. Für 149 Euro ist bereits ab Hersteller ein kraftvoller HIMAX-Motor eingebaut und eine Klappluftschraube inklusive Aluspinner liegt mit bei - diese Version ist an Einstieger klar zu empfehlen. Zusätzlich wird mindestens ein 30A-Regler, 4 Microservos, Servo-Verlängerungskabel mit 50 und 75 Zentimetern Länge sowie ein 3S Lipo-Akku mit ca. 2.100 mAh benötigt.

Unabhängig der Version, beinhaltet der Lieferumfang alle Bauteile, um das Modell fertigstellen zu können. Dabei überzeugte das ARF-Modell im Test durch extrem gut verarbeitete Komponenten und hohem Vorfertigungsgrad. Trotzdem sind gute 3 Stunden Zeitaufwand notwendig, um das Modell tatsächlich abflugbereit zu bekommen. Zusätzlich sollten neben üblichen Tools wie Schraubendreher oder Zange, Epoxyd-Harz und ein Cutter-Messer verfügbar sein. Die Tragflächen sind ab Hersteller in klassischer Rippenbauweise aufgebaut und mit ORACOVER-Folie bespannt. Die Querruder sind direkt mit angebügelt. Die Bespannung dient so gleichzeitig als Scharnier für die Ruderklappen. Der Rumpf des SUNRISER besteht aus GFK, Höhenleitwerk und Seitenruder sind einbaufertig aufgebaut.

 

Der Vorfertigungsgrad des Modells ist sehr hoch

Die deutschsprachige Anleitung, die STAUFENBIEL mit in den Lieferumfang legt, ist mehr als ausreichend und erklärt über 15 Seiten anhand zahlreicher Abbildungen die einzelnen Bauschritte bis hin zum fertigen Modell. Gerade Einsteiger werden diese ausführliche Hilfe schätzen. Begonnen wird der Zusammenbau des SUNRISER mit dem Einbau der Querruder-Servos. Die Schächte dafür sind auf der Flächenunterseite bereits vorgesehen und werden lediglich mit dem Cutter-Messer freigelegt. STAUFENBIEL empfiehlt zum Einbau der Querruder-Servos "Tesa Power Stips". Sicherlich eine gute Idee - mir kommt`s etwas zu "wackelig" vor und klebe die Servos daher mit Epoxyd ein. Die Verlängerungskabel zu den Servos mit jeweils ca. 50 Zentimetern Länge werden durch die Tragfläche gezogen. Hierfür hat der Hersteller bereits eine dünne Schnur verlegt, an die das Kabel mit Tesafilm geklebt und mit etwas Geschick so durch die Fläche gefädelt wird. Bei meinem Testmodell habe ich auf gesteckte Verlängerungskabel verzichtet und die Servokabel verlötet.

Test: SUNRISER von STAUFENBIEL inkl. HIMAX-Motor und Alu-SpinnerÜbrigens: Die Tragflächen bestehen aus insgesamt zwei Flächenteilen auf jeder Seite. Mittels einfachem V-Verbinder aus Sperrholz werden die Tragflächen mit Epoxyd verklebt. Um die bestmöglichen Flugeigenschaften zu erreichen, muss hier bereits auf peinlichst genaue Passform beider Flächenteile geachtet werden.

 

Sitzen die Servos, können anschließend die Ruderhörner in die Querruder verklebt werden. Hierfür muss mit dem Cutter-Messer zuerst die passende Nut aus dem Balsaholz geschnitten werden, um anschließend das Horn mit Epoxyd einkleben zu können. Die beiliegende Ruderanlenkung aus Stahldraht wird auf die richtige Länge gekürzt, anschließend gebogen und mittels Sicherungsclip im Ruderhorn befestigt. Zuvor gilt: Servos unbedingt auf mechanische Mittelstellung bringen! Wer möchte kann bereits jetzt die Servoabdeckungen aus dem Kunststoffträger ausschneiden und mittels Tesafilm auf den Servo-Schacht kleben. Fertig - zumindest die Flächen.

 

 

Die Tragflächen werden lediglich in den Rumpf gesteckt. Zwei kleine Stifte an jeder Fläche geben die Führung an, ein Stab aus CFK soll für die nötige Steifigkeit sorgen.

Etwas schwieriger gestaltet sich die Positionierung des Höhen-Servos im Seitenleitwerk des SUNRISER. Leider gibt der Hersteller in seiner sonst wirklich guten Anleitung dazu keine genaue Position an. Probieren ist hier angesagt. Dazu wird das Höhenleitwerk auf das Seitenleitwerk mittels zweier Schrauben befestigt und das Servogestänge wird montiert. Dann gilt es die optimale Position für das Servo zu finden. Anschließend wird auch hier das Servo mit Epoxyd verklebt.

 

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Zu empfehlen ist eine Steuerung mit Expo- & Mischer-Funktion

Der Rumpf aus GFK ist weitgehenst vormontiert und nur wenige Handgriffe sind hier zur Fertigstellung notwendig. Der kraftvolle HIMAX-Motor ist ab Hersteller eingebaut, lediglich die Spanten für Akkubrett und Fixierung des Seitenruder-Servos werden aus ingesamt zwei Teilen in den Rumpf geklebt. Die Anleitung erklärt ausführlich wie`s funktioniert. Anschließend wird das Seitenruder-Servo mittels zweier Schrauben mit dem Spant verschraubt, das bereits ab Hersteller verlegte Kunststoffröhrchen für den Bowdenzug gibt die exakte Position des Servos praktisch vor. Jetzt wird noch das Seitenruder mittels dreier Stiftscharniere mit dem Rumpf verklebt. Dafür sind die passenden Bohrungen, sowohl im CFK-Rumpf wie auch im Seitenruder, bereits vorhanden.

Test: SUNRISER von STAUFENBIEL inkl. HIMAX-Motor und Alu-SpinnerEigentlich ist der SUNRISER schon jetzt bereit für seinen Erstflug. Zuvor noch die Klappluftschraube mit dem Aluspinner montieren, anschließend kann der erste Funktionstest erfolgen. Werden die Querruder-Servos mittels Y-Kabel angesteuert, ist ein einfacher 4-Kanal-Sender vollkommen ausreichend. Zu empfehlen sind EXPO- und Mischer-Funktion.

Der Regler findet seinen Platz unterhalb des Akkuauflagebretts, somit ist auf dem Brett genügend Platz für den 3S Lipo-Akku, der mittels beiliegendem Klettand gesichert wird. Dahinter findet der Empfänger sein Plätzchen. Die Schwerpunktangabe von 70 Millimetern hinter der Nasenleiste, kann aus der Bauanleitung 1:1 übernommen werden. Mit den von STAUFENBIEL empfohlenen Komponenten passt diese auf Anhieb exakt.

Da die Tragflächen lediglich mittels CFK-Stab gesichert sind, lassen sie sich für den Transport zum Flugplatz sehr einfach und vor allen Dingen schnell vom Rumpf lösen. Somit findet der SUNRISER auch im kleinsten Kofferraum oder auf der Rücksitzbank genügt Platz. Der Start des Seglers ist unspektakulär: Mit laufendem Motor auf "Halbgas" und einem beherzten Wurf aus dem Handgelenk gewinnt der SUNRISER ziemlich schnell ziemlich viel an Höhe. Der verbaute HIMAX-Motor bringt bei "Vollgas" mehr als ausreichend Power. Innerhalb 10 Sekunden hat das Modell bereits eine beachtliche Höhe erreicht - beste Bedingungen für die ersten Belastungstests.

Vorweg: Rollen gehen, sollte man aber tatsächlich nur in sicherer Höhe riskieren. Auch Loopings sind natürlich möglich. Zuviel Belastung durch riskante Flugmanöver sollten die Tragflächen jedoch nicht erfahren. Ein Sturzflug mit plötzlich gezogenem Höhenruder dürfte wohl den ersten Knacks in der Tragfläche bedeuten. Man sollte sich also langsam an die Möglichkeit den Modells herantasten. Die Stärken des SUNRISER liegen klar im Thermikflug. Bei leichtem bis mittlerem Wind lässt sich das ca. 1.000 Gramm leichte Modell optimal steuern. Mit etwas Übung und guten thermischen Voraussetungen sind Flugzeiten von über 45 Minuten kein Thema. Gesteuert werden kann das Modell praktisch ausschließlich mit Quer- und Höhenruder, was nochmals die Einsteiger-Freundlichkeit unterstreicht. Im Thermikflug sollte man auf den Einsatz des Seitenruders jedoch nicht verzichten.

Die Angaben in STAUFENBIEL´s Bauanleitung zu Ruderausschlägen und Expo zeigten sich im Test als optimal. Um ein Aufbäumen bei Einsatz des Motors zu verhindern, empfehle ich zusätzlich bei "Vollgas" gute 2 Millimeter Tiefenruder mit beizumischen. Wessen Sender diese Funktion nicht bietet, sollte sich mit dem Höhenruder manuell herantasten.

 

Fazit

An alle Anfänger und Einsteiger: Keine Angst vor Bausätzen in klassischer Holzbauweise - zumindest mit dem SUNRISER von STAUFENBIEL gelingt der Einstieg in das Hobby auf Anhieb. Minuspunkte gibt es für die fehlende Positionsangabe des Höhen-Servos, ansonsten überzeugt der Bausatz durch erstklassige Qualität. Die deutschsprachige Bedienungsanleitung ist vorbildlich aufgebaut. Die Flugeigenschaften sind in der Tat absolut als Anfängerfreundlich zu bezeichnen. Trotzdem: Wer die Möglichkeit hat, sollte sich Rat von einem erfahrenen Modellpiloten für seinen Erstflug einholen. Der SUNRISER von STAUFENBIEL ist ein wirklich leistungsfähiges und gutmütiges Modell mit attraktivem Flugbild - sowohl für Anfänger wie auch für fortgeschrittene Einsteiger!

 

Technische Daten:

• Spannweite: 1.600 mm
• Rumpflänge: 900 mm
• Tragflächeninhalt: 25,7 qdm
• Gewicht: 1.000 g (flugfertig)
• Tragflächen Profil: S-3021


Wo kaufen?

Bezug: Online-Shop von STAUFENBIEL
Preis: 149,00 Euro (UVP)

 

 

 

 

Gut

• Attraktiver Preis
• Hochwertige Qualität
• Hohe Vorfertigung
• Anfängerfreundlich

 

Weniger gut

• Exakte Position für Höhen-Servo fehlt

 

Kontaktdaten Hersteller:

Gustav Staufenbiel GmbH
Hanskampring 9
22885 Barsbüttel
Telefon: 040/30061950
Email: info@modellhobby.de
Internet: http://www.modellhobby.de

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.8 (5 Bewertungen)

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